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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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1828 2. Aer Krieg der Muffen gegen die Hiirken (1828). Im

Jahre 1828 entbrannte ein Krieg der Russen gegen die Türken.Beständig klagten nämlich die Russen über den Bruch frühererBcrrräge mit der Pforte, über die Hindernisse, die sie ihremHandel lege, über die Bedrückungen ihrer christlichen Mitbrüderu. s. w. Zwei russische Heere drangen nun zugleich in dieTürkei ein, eines über die Donau, das andere von Asien her;beiden winkte der Sieg. Bereits hatte der eine Teil derArmee unter General Diebitsch sogar das Balkangebirgeüberschritten und Adrianopcl, die Hauptstadt des Osmancn-rcichs, erobert. Da vermittelten die fremden Gesandten, umKonstantinopcl zu retten, den Frieden zu Adrianopel(1829). Diesem gemäß mußte die Pforte mehrere Grcnz-sestungen schleifen, die Fürstentümer Moldau und Walacheiunter russischen Schutz stellen lassen, auf dem Bosporus freieSchifffahrt gestatten und zudem hohe Kriegskosten zahlen.

1830 3. Jer Motemmfffand (1830). Auch die Polen versuchten

1830 nochmal ihr Glück. Eine polnische Gesandtschaft anden Kaiser bat um ihre alte Freiheit. Doch „keine Gnadeohne völlige Unterwerfung", war die kurze Antwort des rus-sischen Hofes. Polen rüstete zum letzten Verzwciflungskampfe.Umsonst! Im Februar 1831 rückten die Russen in Polenein. Die Polen kämpften wie Löwen und wiesen, eingedenkihres alten Hcldcnruhmcs, alle Fricdensanträge hartnäckig zu-rück. Jeder Fuß breit Boden mußte ihnen mit Gewalt ab-gerungen werden. Allein die Streitkrüfte waren zu ungleich.Rußland blieb Sieger und das unglückliche Polen verlorauch noch den letzten Schatten seiner Freiheit.

1854 4. Z)er Krimkrieg (1854). Im Jahre 1554 kam es

zum Krimkricgc. Angeblich zum Schutze seiner Glaubens-genossen in der Türkei ließ der russische Kaiser Nikolausplötzlich wieder Truppen in die Moldau und Walachei einrücken.In Wirklichkeit war es ihm um Konstantinopel zu tun. DieMächte suchten zu vermitteln. Doch vergebens! Da zogen Frank-reich und England nach der Halbinsel Krim, um daselbst den,Rus-sen die wichtige Festung Scbastopol zu entreißen, während Öfter-reich den Norden der Türkei deckte. Unterdessen starb der russischeKaiser Nikolaus. Doch mit dem Throne übernahm sein SohnAlexander II. auch den Krieg. Allein auch dieser war nichtglücklich. Endlich kam es zum Frieden von Paris im