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sogar Erhebungen gegen dieselben zu leiten. So kam es, daßdiese fremden Fürsten nicht selten Klage gegen das Landerhoben, die Auslieferung der Flüchtlinge verlangten und iniWeigerungsfälle mit Krieg drohten. (Die Mazzini ausGenua 1834° der Conseil-Hgudel 1836; Louis Napo-leon auf Schloß Arcuenbcrg im Kanton Thurgau 1838.)
2. Aer Kampf mit Preußen wegen Neuenburg. Wich-tiger war der Streit mit Preußen um Ncnenburg. Seitdem Jahre 1707 gehörte dieses nämlich zu Preußen. Nunwar es durch den Wicncrvertrag vom Jahre 1815 freilichals Kanton der Eidgenossenschaft angegliedert worden. AlleinPreußen behielt immer noch die Oberhoheit über dasselbe.Schon im Jahre 1831 hatte deshalb die republikanisch gesinntePartei daselbst den Versuch gemacht, die königliche Herrschaftganz abzuschaffen; doch stellte sich die Tagsatzung damals selbstauf die Seite der königlichen Partei.
Da wiederholte sich der Versuch im Jahre 1848. Jetztgelang er. Ncnenburg wurde eine Republik. Der Königvon Preußen mußte es geschehen lassen, weil er in jenenTagen im eigenen Lande genug zu tun hatte.
Kaum aber waren die Republikaner im Jahre 1856wegen Eisenbahnangelegcnhcitcn nneins geworden, als diealten Adelsfamilicu abermals versuchten, das Ruder wiederin die Hand zu bekommen und die Republik zu stürzen.Schon hatten sie auch in der Tat die Ortschaft Loclc unddas Schloß Ncnenburg wiedergewonnen. Da ertönten dieSturmglocken, und rasch war alles wiederum im Besitzeder Republikaner. Jetzt griff auch die Eidgcnvssckischaft einzum Schutze der Republikaner, indem es Ncnenburg mili-tärisch besetzte und die Häupter der königlichen Partei ver-haften ließ. Der König von Preußen verlangte deren Frei-lassung. Der Bundesrat verweigerte sie. Preußen erklärteden Krieg. Doch sofort standen auch aus der Schweiz35000 Mann unter General Dnfonr an der Nbeingrcnzevon Basel bis an den Bodensce. Weitere 100000 Alaunstanden zur Verfügung. Eine allgemeine Begeisterung fürdie Freiheit und Unabhängigkeit des Vaterlandes hatte sichin jenen Tagen des Schwcizcrvolkcs wieder bemächtigt, wiedereinst vor der Schlacht am Morgarlen und bei Scmpach.