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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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auch das Kaiserreich Brasilien in eine Republik verwandelt.In Asten erschlossen sich China und besonders Japan immermehr der europäischen Kultur. Von den schwarzen BewohnernAfrikas dagegen leben noch viele im Urzustände, wo die Europäersie nicht zur Annahme der Kultur veranlaßt haben.

16. Die neueste Entwicklung der Sckweiz.

Seit der Grenzbesetzung während des deutsch-französischenKrieges bis zur Gegenwart sah sich die Schweiz nickt mehrgenötigt, ihre Rechte und Freiheiten mit Waffengewalt zubehaupten und zu schützen.

Um so mehr geschah zur Hebung der innern Wohl-fahrt des Landes. Eine Hauptsorge bildete seitdem dieVerbesserung des Bodens. So wurde, ähnlich wie bei derLinth, in den Jahren 1871 — 1880 eine großartige Korrektionder Juragewässrr vorgenommen. Durch diese wurde eingroßes Gebiet der Kantone Wandt, Freiburg, Neuenburg, Bernund Solothurn der Gefahr alljährlicher Sumpffieber fast ganzenthoben. Seitdem hat die Schweiz jährlich Tausende von Fran-ken nur für die Korrektion der Flüsse und Wildbäche in allenLandesgegenden verausgabt. Ein Riesenwerk dieser Art bildetezumal die Regulierung des Rheinstromes zwischen Vorarl-berg und der schweizerisch-st. gallischen Grenze. Durch denDiepoldsauer Durchstich fand sie ihren Abschluß und kosteteüber 50 Millionen Franken. Ebenso wurden ansehnlicheSummen jährlich verausgabt für die Verbesserung der Wei-den und Alpen.

Ein gewaltiges Eisenbahnnetz durchkreuzt die Schweiznach allen Seiten über Berg und Tal. Die erste Eisenbahn-strecke der Schweiz wurde im Jahre 1847 zwischen Zürich undBaden eröffnet. Ein Unternehmen von großer Bedeutungwar die Gotthardbahn, welche die Schweiz seit 1882 zueiner Art Mittelpunkt des Weltverkehrs erhoben hat. DerGotthardbahn folgte die Jura-Simplon- und die Lötsch-bergbahn. Im Jahre 1898 erhielt der Bund das Rechtzur Verstaatlichung der Eisenbahnen. Gestützt daraufwurden die wichtigsten Strecken mit internationalem Durch-gangsverkehr nach und nach von der Eidgenossenschaft ange-kauft. Ebenso findet man wohl kaum in einem Lande sogut erhaltene Bergstraßen (Splügen, Furka, Grimsel rc.)