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fallstor gegen Deutschland benutzen, anderseits hofften sie,nach der Einnahme von Berdun um so leichter zum HerzenFrankreichs zu kommen. Unter Aufbietung aller ver-fügbaren Kräfte und namentlich der schwersten Artilleriewurde deswegen am 21. Februar zum Angriff geschritten.Doch scheiterte auch dieser Plan der Deutschen an derUmsicht und Tapferkeit der Franzosen unter ihren: Befehls-haber Nivelle. Die Hauptgefechte fanden statt um dieHöhe „Toter Mann" und um den Wald von Avocourt,sowie um die Vorfestungen Douaumont, Hardaumontund Vaux, die zunächst allerdings von den Deutschengenommen wurden, später aber wieder den Franzosenüberlassen werden mußten. Der Kampf dauerte bis inden November hinein.
Die Franzosen und Engländer ihrerseits eröffneten ihrenAngriff an der Somme abermals mit tagelangem Artillerie-feuer am 24. Juni.
Aber auch hier ging die Schlacht in der zweiten HälfteNovember zu Ende, ohne daß Sieg oder Niederlage auf einerSeite gewesen wären. Die Zahl der Toten wurde auf deut-scher Seite auf rund 500,000 Mann, auf Seite der Alliiertenauf 800,000 Mann geschätzt.
In der Schlacht an der Somme hatten die Engländerein neues Kampfmittel eingeführt, die Panzerwagen oder„Tanks". Es waren diese „Tanks" gepanzerte, mit leichtenGeschützen und Maschinengewehren besetzte Kraftwagen, diein jedem Gelände auftreten und insbesondere auch Draht-hindernisse mit Leichtigkeit überwinden konnten.
Rußland setzte mit immer erneutem Menschen- undGeschützmaterial zunächst den Kampf in Litauen fort, wurdeaber von deutschen Truppen neuerdings zurückgewiesen. DemAngriffe in Litauen folgte derjenige in Galizien und derBukowina. Dem Plane der Alliierten entsprechend solltennämlich die Zentralmächte Deutschland und Österreich dies-mal gleichzeitig im Osten und Westen gefaßt werden, umihre Kraft aufs äußerste zu spannen und zugleich jede Truppen-verschiebung von einem Kriegsschauplatz zum andern un-möglich zu machen.
In Wolhynien trafen die Russen in der Gegend vonLuzk auf die österreichisch-ungarische Armee Erzherzog Josef