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deutschen Oberkommando, Prinz Leopold von Bayern, umden Waffenstillstand nachsuchen. Am 1ö. Dezemberwurde dieser beschlossen; am 22. Dezember begannen dieFriedensunterhandlungen zu Brest-Litowsk und am3. März 1918 waren auch diese zum Abschlüsse gelangt.
Umgekehrt machte Italien im Frühjahr 1917 erneute An-strengungen die Jsonzofront zu durchbrechen. So kam esbereits im Mai 1917 zur zehnten Jsonzoschlacht. Wieder ohneEntscheidung. Jetzt — es war im Juni desselben Jahres — grif-fen die Italiener anf der Hochfläche der „Sieben Geuieni-den" und im Sugauer-Tale an und im August, verstärkt durchfranzösische und englische Truppen, abermals am Jsonzo.Aber immer wieder hielt der österreichische Doppeladler stand.
Nachdem durch die Revolutwn in Rußland nunmehrauch Österreich an der Ostfront entlastet war, ging es durchdeutsche Truppen unterstützt, erneut zur Offensive gegenItalien über und zwar von der Jsonzofront aus. DerPlan gelang vortrefflich. Die Front wurde durchstoßen,der Feind mußte in aller Eile den Rückzug antreten undkonnte erst hinter dem Tagliamento wieder haltmachen.Ganz Friaul und ein Teil Veneziens fiel in die Handder Sieger. Am 4. Nov. erkämpften sich die Österreicherzudem den Übergang über den Tagliamento und rückten-bis an die Piave vor. Es war der letzte große Sieges-lauf der Doppellrone Osterreich-Ungarn.
In Mesopotamien und Syrien verloren die Türkenimmer mehr an Halt und Festigkeit. So überließen sie am11. März den Engländern Bagdad, am 8. Nov. Gaza undbereits im Dezember desselben Jahres auch Jerusalem.
e. Das Kriegsjahr 1918.
Das Kriegsjahr 1918 ist glücklicherweise das letzte. Allesneigt dem Ende zu. Die Revolution in Rußland, der Friedezu Brest-Litowsk, der Erfolg der Österreicher am Jsonzo, amTagliamento und an der Piave hatten die Hoffnung und Sieges-zuversicht der Zentralmächte allerdings nochmals geschwellt.
Wohl ging Deutschland mit verstärkter Macht undunter Zuzug der Millionen, die im Osten frei geworden waren,im März 1918 nochmals zur Offensive gegen Frank-