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22. Schneckchen-Ohnebein.
1. „Schneckchen, Schneckchen-Olmebein,wieviel hundert Meilen
willst du bis zum Abendscheinbeute noch durcheilen?“
2. „Bübchen, Bübchen, Naseweis,sei nicht allzu witzig;
glaub, auf jenem grünen Beisheute Abend sitz’ ich!
3. Sieh, es hat so mancher Wichtzwei gesunde Beine;
doch sein Ziel erreicht er nicht,so wie ich das meine.
4. Nimmer ist’s damit getan,
kreuz und quer zu springen;geht's auch langsam auf der Bahn,vorwärts mußt du dringen!“ g. Lang.
23. Das Hühnlein und das Zeislein.
Ein Hühnlein war sehr durstig. Endlich fand es einenKrug, der war noch halb voll Wasser. Es konnte aber dasWasser nicht erreichen. Es wollte den Krug mit Gewalt um-werfen, er war aber zu schwer. Es mußte neben dem Wasser-krug vor Durst fast verschmachten.
Nun kam das geschickte Zeislein. Das konnte das Wassernoch weniger erreichen. Es warf aber kleine Steine hinein.Davon stieg das Wasser immer höher herauf, bis Zeislein undHühnlein ihren Durst stillen konnten. ein-, v. schmw.