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I. Das Altertum.
tyrannische Regierung — Vertreibung (Sextus Tar-quinius — Lucretia — L. Tarquinius Collatinus — L.Junius Brutus).
II. Periode. 500—31 v. Chr. Die Zeit desFreistaates.
a) 500—266. Die Zeit des Aufblühens.
Religion. Die griechischen Götter und Göttersagen finden Eingang — Götter-bilder — etruskischer Einflufs (haruspices).
Verfassung. Aristokratie — erst Geburtsaristokratie der Patricier, dannÄmteraristokratie der Nobiles — fortgesetzte Teilung deskönigl. Imperiums mindert die Macht der Beamten, hebt die desSenats — die Bundesgenossen — das Bürgerrecht den be-siegten Latinern und Sabinern aufgezwungen.
Kultur. Ackerbau bleibt vorherrschend — daneben Handel — Ge-werbe immer mehr verachtet— Bauten: Militärstrafsen, Wasser-leitungen (Bogenbau). — Eigene Litteratur und Kunst fehlen —etruskische und griechische Einflüsse herrschen hier vor.
1. 500 — 350. Der Ausgleich der Stände und desStaates Erstarken nach innen undaufsen.
A. Innere Geschichte.
Statt des einen lebenslänglichenKönigs zwei patricische Jahres-könige, d. h. Konsuln (ihre Gehilfendie Quästoren) — beschränkt durch dasRecht der Provokation* — in Fällender Not ein unumschränkter Diktator— die dauernde Gewalt beim Senat(patres conscripti) — Rom Aristokratie.
Unzufriedenheit der Neubürger,derPlebs—ihre sociale Not(unentgeld-licher Kriegsdienst, Gemeindeland [ager
* lex des Poplicola: ne qnis magistratns civemRomannm adversus provocationera necaret neve▼erberaret.
B. Äufsere Geschichte.
Vielfach sagenhaft, so die Kämpfegegen den vertriebenen Tarquinius(1. Aufstandsversuch in der Stadt — Bru-tus’ Söhne ff, 2. Veji und Tarquinii ge-gegen Rom, Schlacht am Walde Arsia,
3. Porsena von Clusium vor Rom, IIo-ratius Codes, Scaevola, Cloelia,
4. Latinerkrieg, Schlacht am See Re-gillus) und später die Erzählungen vonden Volskerkriegen (Coriolan), von demÄquerlcrieg (Ctncinnatus), von Vejis Fall,vom Galliereinbruch.
Geschichtlich ist, dafs nach Ver-treibung der Könige zuerst Roms Macht