Des Kaiser- u. Papsttums Ohnmacht. Bldg. d. europ. Staatensyst. 7 5
Die aufserdeutschen Staaten 1254 — 1492.
1. Frankreich. Nach dem Tode der Söhne des Zeitgenossen Albrechts I.
v. Österreich, Philipps IV. d. Schönen (sein siegreicher Kampfmit Papst Bonifaz VIII.: die Päpste in Avignon, der Templer-orden aufgehoben) folgt das Haus Valois 1328—1589.
Die Erbansprüche der engl. Könige (Nachkommen einerTochterPhilipps IV.) — lOOjähriger Krieg Englands mit Frank-reich: der schwarze Prinz, S. Eduards III. v. England, siegt(1346) bei Crecy (Johann, K. v. Böhmen, Frankreichs Bundes-genosse f) und bei Maupertuis (1356); Gebrauch der Feuer-waffen. — Pas Hrzgt. Burgund gestiftet. — VorübergehendeErfolge der Franzosen gegen England (Bertrand du Guesclin) —1415 Heinrich V. v. England siegt bei Azincourt —Karl VI. v. Frankreich machtlos — Unter Karl VII. 1429 Auf-treten der Jeanne d’Arc, der Jungfrau v. Orleans —J. d’A. von den Engländern in Rouen verbrannt (1431). — All-mählich die Engländer aus Frankreich vertrieben, behauptennur noch Calais. — Anfänge eines stehenden Heeres in Frk.in den Ordonnanz-Kompanieen.
Ludwig XI. (1461 —1483) der Stifter der absoluten Monarchiein Frankreich.
2. England. Wales unterworfen (Thronfolger: Prinz v. Wales) —
Wiclif (Lollarden) — Streit der Häuser Lancaster u. York, zweierSeitenlinien der Plantagenets, um den Thron — der 30jährigeKrieg der roten (Lancaster) und w r eifsen (York) Rose(1455—1485) — Heinrich VII. siegt bei Bosworth überRichard III. v. York: das Haus Tudor auf Englands Thron1485 — 1603 .
3. Die Pyrenäenhalbinsel. Die christlichen Reiche der Halbinsel
1. Castilien (mit Leon und Asturien). 2. Aragonien (mit Catalonien).3. Navarra. 4. Portugal. — Castilien mit Aragonien vereintdurch Vermählung Ferdinands d. Katholischen v. Aragon, mitIsabella v. Castilien (Ausgang des 15. Jahrh.): das ReichSpanien, zu dem Ferdinand Navarra hinzuerkämpft — dasletzte maurische Reich, Granada, durch Isabella (1492) er-obert, nach 1500 auf der Halbinsel nur 2 Reiche: Spanienund Portugal.
4. Italien zerfällt in eine Reihe kleiner Staaten, am bedeutendsten
sind: 1. Venedig, selbständig schon vor Karl d. G. (an derSpitze ein Doge [dux]) — 1. Handelsplatz der Welt (im Be-