Reformation und Gegenreformation.
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2. 1609—1614 Der jälich-klevische Erbfolgestreit.* Hrzg. Joh. Wil-helm v. Jülich-Kleve-Berg f 1609 kinderlos — die nächstenErben: Brdbrg. und Pfalz-Neuburg, beide protestantisch —Versuch des Kaisers, die Lande in Verwaltung zu nehmen —Gesamtherrschaft der beiden Erben (Vertrag zu Dortmund) — Ein-greifen französischer, kaiserlicher, holländischer Truppen —(1613) derPfalz-Neuburger katholisch , verbündet mit Maxi-milian v.Bayern — Kurfürst Johann Sigismund v.Brdbrg.reformiert, verbündet mit Holland. — 1614 Vertrag zu Xanten:Brdbrg. erhält Kleve, Mark und Ravensberg — an Pfalz-Neuburg kommt Jülich und Berg.
1618 Joh. Sigismund v. Brdbrg. erbt das HerzogtumPreufsen (HptStdt. Königsberg) — Brdbrg.s Aus-dehnung vom Rhein bis zum Kurischen Haff — seine Zu-kunft in Dtschld. — Teilnahme an der europäischenPolitik.
1612—1619 Matthias folgt seinem Brd. Rudolf II. als Kaiser —seine schwierige Stellung gegenüber den Protestantenin seinen Erhländern — verschafft seinem eifrig ka-tholischen Vetter** Ferdinand (II.) die Nachfolgeauch in Böhmen und Ungarn,b) 1618—1648 Der 30jährige Krieg.
Übersicht. Kleine Anlässe bringen den stetig gewachsenen Gegensatzzwischen Katholiken und Protestanten zum Ausbruch. Die Erfolgeder Katholiken in Böhmen, dann in der Pfalz ermuntern zur Fort-führung des Krieges bis zur „Reducierung” aller Protestanten.Eingreifen auswärtiger Mächte: Dänemark, dann Schweden unddas kathol. Frankreich für die Protestanten; Spanien, (Polen)für die Katholiken. Nach des Schwedenkönigs Gustav Adolf Tode
* Hrz. Wilhelm 11592
Marie Eleonore f 1608 Anna Joh. Wilhelm
Gern. Alhrecht Friedr., Hrz. v. Gern. Pflzgf. y. t 1609
Preufsen Neoburg
I I
Anna Wolf gang Wilhelm
Gern. Joh. Sigismund y. Brd.bg.
** Ferdinand 1. f 1564
Maximilian 11. f 1576
Rudolf 11. f 1612
Matthias t 1619
Karl t. Steiermark
I
Ferdinand 11. f 1637.