Absolutismus und Kabinettspolitik.
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3. Kunst, a) Architektur. Der Barockstil, Ausartungen der Renaissance,
nur vereinzelt hervorragende Schöpfungen (die BerlinerMeister A. Schlüter und v. Knobelsdorf).
b) Skulptur ohne besondere Gröfsen, bedeutend A. Schlüter.
c) Malerei, ot. Spanien: Velasquez u. Murillo (1660).
ß. Italien, Niederlande u. Frankreich:Herrschend das Genre (Teniers, Ostade) u.die Landschaftsmalerei ( Wouwermann, Ruisdaelc. 1660, — Poussin, Claude Lorrain) — Blumen-stücke, Stillleben.
d) Musik: (c. 1720) Seb. Bach, Händel. — Unter Maria
Theresia: Gluck, Haydn, W. A. Mozart.
4. Wissenschaft und geistiges Leben. Die Theologie verliert ihre vor-wiegende Stellung, die Philologie blüht fort in den Niederlandenund in England (R. Bentley), hebt sich in Dtschl., aber das Lateinhört auf alleinige Sprache der Gelehrten und Universitäten zusein — Thomasius. — Die Geschichtsschreiber: S. Pufendorfu. Leibniz — die Philosophen: B. Spinoza, Locke, Leibniz,J. Kant — der engl. Mathematiker Is. Newton (1700), der schwed.Botaniker L i n n e.
5. Handel und Gewerbe. Der überseeische Handel meist noch Mono-pol der Handelskompanien — Verbreitung des Mercantil-sy stems (Colbert) — der niederländische Zwischenhandel — dieNavigationsakte in England. — England wird im 18. Jahrh. dieerste Handelsmacht der Welt — sein Kolonialbesitz in Indien,Amerika, Australien (J. Cook + 1779). — Der Handel im Landebefördert durch Anlegung von Kanälen, Begünstigung der Ge-werbe.
i. Das Zeitalter Ludwigs XIV.
a) 1648—1661 die Zeit bis zu Ludwigs XIV. selbständigerRegierung.a. Frankreich u. Spanien.
1643 —1715 Ludwig XIV. folgt als ojäbriger Knabe seinemVater L. XIII. auf Frankreichs Thron — seine MutterAnna (l’Autriehienne, T. Philipps III. v. Spanien) Regentin— thatsächlich regiert Kardinal Mazarin, RichelieusNachfolger, bis zu seinem Tode (+ 1661). — Fortsetzungdes Kampfes gegen Spanien auch nach dem westfäl. Frie-den — die Unruhen der Fronde — Conde nach Spanien.Junge, Geschichtsrepetitionen. 7