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III. Die Neuzeit.
grätz die feindl. Armee (Österreicher und Sachsen unterBenedek). — Schnelles Vorrücken bis Wien und Prefsburg.
b) Der westl. Kriegsschauplatz. Die kannöv. Armee siegt undkapituliert bei Langensalza — die Siege der preufs. Main-armee (Vogel v. Falckenstein — v. Manleuffel) über Bayern(Kissingen) und Süddeutsche. —
c) Italien. Die Österreicher zu Lande (Custozza) und zurSee (Lissa, österr. Admiral Tegethoff) siegreich.
(Juli) Nikolsburger Waffenstillstand mit Österreich (FrankreichsVermittelung — Benedetti), die Friedensschlüsse und die Schutz-und Trutzbündnisse mit Württemberg, Baden, Bayern (Aug.). —Friede zu Prag: Österreich erkennt die Auflösung desdtsch. Bundes wie die von Preufsen vorzunehmenden Ände-rungen in Norddeutschland an. — Venetien an Italien.
Die neuen preufs. Provinzen: Hannover, Hessen-Nassau, Schleswig-Holstein.
1867 Der norddeutsche Bund: Bundespräsidium bei Preufsen,Bundesrat, Reichstag.
Die Luxemburger Frage.
1868. 1869 Zollparlament — Suezkanal (1869).
1870 Das Vaticanische Konzil: die Unfehlbarkeit (Infallibilität)des Papstes ausgesprochen.
1870—1871 Der deutsch-französische Krieg.
Innere Gründe: Alter Gegensatz zwischen Franzosen und Deutschen,Hals der Franzosen gegen Preufsen (seit den Frei-heitskriegen) — Neid auf Dtschld.s Aufschwung(„Rache für Sadowa”, d. i. Königgrätz) — Napo-leons III. unsicher gewordene Stellung.
Äufsere Veran- Die spanische Königswahl (Prinz Leopold v. Hohen-lassung: Zollern), Benedetti in Ems bei König Wilhelm — die
Minister Gramont und Ollivier in Paris.
Frz. Kriegserklärung (19. Juli). — K. Wilhelmerneuert den Orden des eisernen Kreuzes,a) Der Krieg gegen das Kaiserreich.
Zwei franz. Armeen: 1. Hauptarmee um Metz (Napoleon — Bazaine);2. Armee um Strafsburg (Mac Mahon).
Drei dtsch. Armeen von N. nach S.: I. (Steinmetz), II. (PrinzFriedrich Karl)', III. (Kronprinz).
Napoleons Angriff auf Saarbrücken (2. Aug.). — Der Kronprinznimmt Weifsenburg (4. Aug.).