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Reiches war Morris (um 2200 v. Chr.), der den See gleichen Namenszur Regelung der Nilüberschwcmmungen anlegte und das Labyrintherbaute. Dieses letztere war ein großartiger Palast, der aus 3000Gemächern, zahlreichen Hallen, Gängen, ober- und unterirdischenRäumen bestand. Alle Eingänge und Säulen waren von panischemMarmor, die übrigen Massen aus Granitblöcken und alles so fest aneinander gefügt, dass der Palast auf Jahrtausende gegen Zerstörunggesichert schien. Gleichwohl erblickt man von diesem Bau jetzt nureinzelne Mauerreste; mitten durch denselben führt ein Wassercanal.
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Fig. I. Ein ägyptischer Tempel.
Diese alte Blüte Ägyptens, die sich durch so großartige Bautenauszeichnet, wurde durch den Einfall nomadischer Stämme, der Hyksos,unterbrochen. Durch 500 Jahre (2l00—1600 v. Chr.) hielten siedas Land in harter Botmäßigkeit, bis es den Königen Oberägyptensgelang, das fremde Joch abzuschütteln. Jetzt begann eine neue Blütefür Ägypten, die über 1000 Jahre währte und in der die ÄgypterGelegenheit fanden, in den Künsten und Wissenschaften neue Fortschrittezu machen. Die Baulust früherer Zeiten vererbte sich auch auf dieKönige dieser Periode (die Pharaonen) und zeigte sich in der Begrün-