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hatte, um sie zur freiwilligen Unterwerfung aufzufordern, getödtet hatte.Als mau in Athen die Frage erörterte, ob man den Feind hinter denStadtmauern erwarten oder ihm ins offene Feld entgegengehen sollte,rieth Miltiades, ein Mann von großer Erfahrung und kühnem Muthe,das letztere nnd verschaffte durch seine patriotische Beredsamkeit seinerMeinung den Sieg. So giengen die Athener den Persern entgegenund erwarteten nicht einmal den Zuzug der Spartaner, da diese nurbeim Eintritte des Vollmondes, also erst in einigen Tagen ihnenzu Hilfe.kommen wollten. Das ganze athenische Heer belief sichauf etwa 10.000 Mann, diese Zahl wurde durch 1000 Platäer ver-größert, die unerwartet zu den Athenern stießen, als diese im An-gesicht«: der Perser ihr Lager aufschlugen. Zwei Tage standen dieGegner einander unthätig gegenüber, am dritten beschloss Miltiades,dem an diesem Tage das Commando zustand, den Angriff. Als diePerser das kleine Häuflein heranrücken sahen, meinten sie, ein Wahn-sinn habe die Griechen erfasst und sie zur Aufnahme des Kampfesverleitet. In der Schlacht, die sich entspann, schien anfangs der Vor-theil auf beiden Seiten gleich zu sein. Die Perser durchbrachen dasCentrum der Griechen, wogegen diese an den Flügeln siegten; dieGriechen vervollständigten aber rasch diesen Erfolg, unterstützten dasCentrum und warfen auch hier die Gegner zurück. Große Verwirrungund allgemeine Flucht riss jetzt unter den Persern ein, sie eilten zuihren Schiffen, die Sieger ihnen nach und eine große Zahl von denersteren fand noch den Tod. Von den Persern sollen 6400, von denAthenern nur 192 gefallen sein. Ein Bürger lief unmittelbar nachder Schlacht in voller Rüstung nach Athen, um die Siegesbotschaftzu überbringen und kaum hatte er seinen Mitbürgern zugerufen: „Freueteuch, wir haben gesiegt", da siel er todt zu Boden; so sehr hatte er sichim Laufe angestrengt. Die Athener ließen aus Dankbarkeit die Namender Gefallenen auf 10 Säulen zum Gedächtnis der Nachwelt aufzeichnen.
(Der Leg um des zweiten Krieges.) Unter den Männern, dienach diesem glänzenden Erfolge in Athen zu großem Einflüsse gelangten,verdient insbesondere Themistokles, wahrscheinlich einer der Anführerin der Schlacht von Marathon, genannt zu werden. Er besaß großeGcistesgabcn nnd man rühmte von ihm, dass er durch angcbornenScharfsinn, obwohl nur wenig von Studien unterstützt, der besteBeurthcilcr der obwaltenden Verhältnisse und der geschickteste Erratherder künftig eintretenden Dinge sei. In der That bewährte er dieseEigenschaft durch die Rathschläge, die er den Athenern gab. Dieselbenhatten bisher alle Sorgfalt auf das Landhecr verwendet; Themistokles