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geschnatter die schlaftrunkenen Römer rechtzeitig auf den eindringendenFeind aufmerksam gemacht hätte. Nachdem Brennns darauf siebenMonate vergeblich die Felsenburg belagert hatte, zog er sich gegen einLösegeld von 1000 Pfund Gold zurück. Als die Römer beim Wägensich beschwerten, dass man falsches Gewicht anwende, warf Brennnsnoch sein Schwert und Wehrgehenk in die Wagschale mit den Worten:„Wehe den Besiegten."
20. Die Zamniterkriege.
Durch ihre Tapferkeit und ausgezeichnete Kriegskunst hatten dieRömer nicht nur die Herrschaft über Latium an sich gebracht, sondernwaren auch den anderen benachbarten Stämmen in Mittelitalien gefährlichgeworden. Von entscheidender Bedeutung für die Größe Roms warder Kampf, der zuletzt zwischen den sich mit wechselseitiger Eifersuchtbetrachtenden Römern und Samnitern ansbrach (342). Zweimal unter-brach ein Friedensschluss den Waffengang; als der Krieg zum dritten-mal,: begann, betheiligten sich außer andern Völkern an demselben auchdie Etruskcr, die bereits von den Römern unterworfen waren, aber sichjetzt gegen dieselben erhoben. Bei Scntinnm (295) kam es zu einerSchlacht, in der die Römer von den beiden Consnln FMlls Ma-ximns Rullianus und Decius Mus befehligt wurden. Auf beidenSeiten wurde mit ungeheurer Erbitterung gekämpft; schon schiendie Entscheidung gegen die Römer auszufallen, denn auf dem einenFlügel wichen sie zurück. In diesem für Roms Größe verhängnis-vollen Augenblicke ließ sich Decius Mus von dem anwesenden Ober-priester (Pontifex Maximus) als Sühnopfer den unterirdischen Götternweihen, um seinen Landsleuten den Sieg zu verschaffen. Er sporntedarauf sein Ross in die dichtesten Scharen der Feinde und fiel. DasGlück der Schlacht wandte sich und die Römer erfochten einen voll-ständigen Sieg. Aller weitere Heldenmuth der Samniter war nutzlos;umsonst schwuren 16.000 der tüchtigsten Männer bei einer großenHeerschau den Tod der Flucht vorzuziehen, sie alle erlagen bei Achui-lonia den Römern. Doch machte erst der alte Fabius Rullianusdem Kampfe ein Ende, indem er in einer letzten Schlacht, von der esnicht bekannt ist, wo sie geliefert wurde, den Samnitern einen Verlustvon 20.000 Todten und 6000 Gefangenen zufügte.
21. Orr erste panische Krieg (264—241).
(Ursache des Krieges.) Nachdem die Römer in Folge weitererKämpfe Herren von Mittel- und Unteritalien geworden waren, kehrte