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14. Ist. keiner mehr am Leben,
Den Purpur auszuzichnDem Fremden, und zu gebenEuch nackten Toten ihn?
15. Mit seinen dunkeln SchützenDer Öls, mein wack'rer Sohn,
Der könnte wohl euch nützen;
Doch fiel auch der nun schon.
16. Jetzt kann icki keinen nennen,
Da ihn der Tod geraubt;
Und schmerzlich fühl' ich brennenDie Spalt' in meinem Haupt.
Fr. Ackert <1814. 1815).
Geharnischtes Sonett.
Von Moskau nach Paris ist manche Meile;
Wie viele? mögt ihr zählen und mir sagen;
Dann sag' ich euch auch, in wie wenig TagenDen Weg man macht, wenn man ihn macht in Eile,
Wie der Gewalt'ge, der gleich einem PfeileVom Glück geschnellt, auf seinem SiegeswagcnIhn erst hinein macht', und zurückgeschlagenTann ihn heraus macht' in noch kürz'rer Weile.
Denn statt im Wagen macht' er ihn im Schlitten,
Der unterweges ihm wär' angefroren,
Wenn er nicht wäre gar so schnell geglitten.
So kam er dann zu seiner Hauptstadt Thoren,
Um selbst allda in seines Rates MittenEs kund zu thun, wie er sein Heer verloren.
Fr. Ackert.
Der Trompeter an der Katzbach.
1. Von Wunden ganz bedecketDer Trompeter sterbend ruhtAn der Katzbach hingestrecket,
Der Brust entströmt das Blut.
2. Brennt auch die Todeswunde,
Doch sterben kann er nicht,
Bis neue Siegeskunde
Zu seinen Ohren bricht.