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Stammhüupter ermordet. Es folgte (nach der Sage: durch ein Pferde-orakel) einer der Verschworenen,
4. Darms I., Sohn des Hystaspes, 521—488, der rechtmäßigeThronerbe aus dem Hause der Achämeniden. Er bezwäng (»durch dieGnade Auramazdas" d. h. des Ormuzd) die Aufstände, welche in vielenProvinzen des Reiches ausgebrochen waren („die Lüge war häufig imLande"); das abgefallene Babylon gewann er (durch die List desZopyrus, der sich selbst verstümmelte) wieder. Gegen Osten erweiterteer feine Herrschaft im Gebiete des Indus. Auch nach Europa suchteer seine Macht auszubreiten durch einen Zug gegen die Scythenjenseit der Donau (Schiffbrücke über den Bospörus, Brücke über dieDonau), der zwar in dem unwirtlichen Steppenlande sein Ziel verfehlte,doch einige Küstenstriche Thraziens und Macedoniens den Persern zins-pflichtig machte. Von Ägypten aus wurde Cyrene in Afrika zur Tribut-leistung genötigt. Unter Darms begannen endlich die großen Kämpfeder Perser mit den Griechen (8 24). — Sein ungeheures (etwa100,000 Q.-M. umfassendes) Reich teilte er in 20 Satrapieen (Statt-halterschaften). An wichtigen Punkten wurden Festungen angelegt, Heer-straßen mit königlichen Reitem von Station zu Station durch das ganzeReich gezogen, eine stehende Truppenmacht (die 10 000 „Unsterblichen")errichtet. Sein glänzendes Hoflager (18 000 Menschen) hatte der Groß-könig zu Susa, der Reichshauptstadt, außerdem abwechselnd zuEgbatäna(Sommerresidenz) und zu Babylon; königliche Grabstätte war das hei-lige Persepölis (Kunstdenkm. I, 11). Hofämter und Beamten: das„Auge", „die Ohren des Königs". Die Söhne der Vornehmen wurdenam Hofe („an der Pforte") erzogen, wo sie „Reiten, Bogenschießen, Wahr-heitreden" lernten. Darius hob den Ackerbau, den die Ormuzdlehre denPersern zur Pflicht machte, förderte den Handel und steigerte dadurch dieEinkünfte seines Reiches. „Cyrus ein Vater, Kambyses ein Herr, Dariusein Kaufmann".
5. Lcrxes I. 485—465, der Sohn des Darius, setzte den Kampfgegen die Griechen (8 24, 3) fort, regierte tyrannisch und wurde infolgeeiner Verschwörung von dem Befehlshaber seiner Leibwache (Artab än us)ermordet.
6. Artaxerxes I. (Langhand) 465—424 kämpfte weiter gegendie Griechen. Verfall des Reiches durch Empörungen der zu mächtig ge-wordenen Satrapen und durch Ausartung des Volkes in Weichlichkeit undÜppigkeit.
Wiederholte Erhebungen der unterworfenen Völker (besonders der