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249 Decius, 251 Gallus, 253 Ämilianus, ValerianuS, 269 Gallienus, 263Claudius, 270 Aurelianus, 275 Tacitus, 276 Probus, 282 Carus, 283Carinus, Numerianus.
Während der Regierung des Severus Alexander stiftete Artaxerxes 226das neupersische Reich der Sassaniden- Gegen Gallienus erhoben sich19 Gegenkaiser, die sogenannten 80 Tyrannen, die alle ermordet wurden,mit Ausnahme des OdenathuS von Palmyra, der die Herrschaft des Orientsseiner Gemahlin Zenobia hinterließ. Diese wurde jedoch von Aurelianusbesiegt und Palmyra zerstört. Den wiederholten Einfällen der Deutschenwiderstand am kräftigsten der Kaiser Probus, der über den Rhein in Deutsch-land eindrang und den Grenzwall von der Donau bis an den Rhein verstärkte(8 63. 4).
2. Diocletianus 284—305 nahm zum Mitkaiser (Augustus) denMaximianus und zu Mitregenten (Cäsaren) den Galerius und den Con-stäntius Chlorus an, um die Grenzen des Reiches kräftig schützen zukönnen. Er führte, nach Aufhebung aller republikanischen Einrichtungen,die unumschränkte Selbstherrschaft mit morgenländischer Hofhaltung ein.305 legte er die Regierung freiwillig nieder.
Auch nach Diocletians Abdankung bestand die Teilung des Reichesunter 4, dann unter 6 Herrschern fort, bis einer von ihnen, der Sohndes Constantius Chlorus, Constantinus, die übrigen verdrängte und324 Alleinherrscher des ganzen Reiches wurde. Mit ihm gelangte dasChristentum zum Siege über das Heidentum: das heidnische Römer-reich ist zu Ende und ein christliches tritt an seine Stelle.
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Die Kultur der Römer.
Wie die Griechen durch ihre geistige Bildung unter denVölkern des Altertums hervorragten, so waren die Römer das größteHerrschervolk. Kein anderes Volk hat so wie sie verstanden, einenStaat zu schaffen und groß und mächtig zu machen. Daher von denkleinsten Anfängen aus die allmähliche Gründung der Weltherrschaft.Daher die vollkommenste Ausbildung des Kriegswesens, der Staats-verwaltung und der Rechtspflege. Auch die Religion, welchemit dem nüchternen Dienst heimischer Gottheiten die Verehrung griechischerGötter verband, war wesentlich Staatsreligion, unter der Leitungdes Staates stehend und den Zwecken desselben dienend. Höhere geistigeBildung entwickelte sich, da die Römer lange Zeit nur das unmittelbarauf das Leben sich Beziehende schätzten, erst spät und wurde nie Gemeingutdes Volkes, sondern blieb Eigentum der Vornehmeren. Erst nach der