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Herrn der westlichen Länder zu machen, drang er (mit mehr als einerhalben Million Streiter) von seiner hölzernen Residenz an der Theiß ausdurch Deutschland über den Rhein in Gallien verheerend ein, wurde abervon den vereinigten Römern (unter Aötius), Westgoten (unter Theo-derich) und Franken in der Schlacht auf den katalaunischen Feldern 451(in der Nähe von Troyes) besiegt. Attila ging über den Rhein zurück,überschritt im folgenden Jahre die Alpen und verwüstete Oberitalien(Gründung der Jnselstadt Venedig), gewährte aber den Römern (PapstLeo I.) Frieden und zog (durch eine drohende Pest genötigt) in dieDonaulande ab. Dort starb er 454. Nach seinem Tode löste sich dasgewaltige Reich auf; die Hunnen zogen sich an die Ufer des SchwarzenMeeres zurück, die ihnen bisher unterworfenen Völker (Gepiden, Ostgoten,s. Z 67, 6) stifteten eigene Reiche.
Die Völkerwanderung ist das Heldenzeitalter der Deutschen: ihr gehörendie Gestalten unserer Heldensage an. Dieselbe hat vorzugsweise einengotischen und einen fränkischen Bestandteil. Der Mittelpunkt der fränkischenSage ist Siegfried, der mythische Frankenkönig; in ihren Kreis wird dieburgundische (vom König Gunter) hineingezogen. Die ältere gotische Helden-sage bewegt sich um Hermanrich (Ermanarich), die jüngere um Dietrichvon Bern (Z 68, 2), mit dem die Sagen von Etzel verknüpft werden. Späterhaben sich diese Sagenkreise verbunden, wie dies im Nibelungenliede (§88,3)der Fall ist.*)
Des Mittelalters erste Periode.
Wom Untergänge des weströmischen Weiches bis auf Karl denGroßen 476-768 (800).
8 67.
Übersicht der Reiche.
(s. Karte VI.)
1. In Spanien die Sueben (im Westen), die Alanen (südöst-lich), die Westgoten (bis zur Loire in Gallien).
2. In Gallien die Westgoten (südwestlich), die Burgunder.
»> Ausführlich in F. und Th. Lahns „Walhall" <10 M.) und Fcrd, Schmidts „Ntbe.lungen", „Gudrun", „Walter und Htldegnnde. Rosengarten" (je 1 M.).