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Grundriss der Weltgeschichte für höhere Lehranstalten / von J. C. Andrä
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(südöstlich: an der Rhone), die Franken (im nördlichen Gallien und west-lichen Deutschland).

3. In England die Angelsachsen und Briten.

4. In Deutschland die Friesen und die Sachsen (nördlich),die Thüringer, ein Mischvolk aus den verschiedenen suebischen Völker-schaften, besonders Hermunduren (in der Mitte), die Langobarden (amlinken Ufer der mittleren Donau), die Alemannen (südwestlich), dieFranken (nordwestlich).

5. In Italien das Reich des Odoaker, dem bald das Reichder Ostgoten folgte (s. ß 68).

6. In den Ländern der unteren Donau nach der Auflösungdes HunnenreicheS die Gepiden (anr linken Ufer der unteren Donau);die Ostgoten (südwestlich von den Gepiden am rechten Donauufer).

7. Im Südosten das griechisch-römische Reich.

8. In Nordafrika und in Sizilien, Sardinien und Korsika dieWandalen.

§ 68 .

Die Reiche in Italien.

1. Das Reich des Odoaker 476—493.

Odoaker, der Heerführer römischer Soldtruppen aus den gotischenStämmen der Herüler und Rugier, hatte 476 dem weströmischen Reicheein Ende gemacht (§ 60, 5) und sich in Italien eine Herrschaft gegründet.Aber durch den griechischen Kaiser bewogen, zog TheodLrich, König derOstgoten (in Pannonien), nach Italien, besiegte den Odoaker in drei

Schlachten und tötete ihn. An die Stelle von Odoakers Reich trat nun

in Italien:

2. Das Reich der O st g o t e n 403—555, gegründet durch Theo-

derich den Großen (Dietrich von Bern), Hauptstadt: Navenna (die Aus-dehnung des Reiches zeigt die Karte). Blühend unter der langen, kräftigenund friedlichen Regierung des Theoderich (f 526), bestand doch das Reichnach dessen Tode nur noch kurze Zeit: ein zwanzigjähriger Krieg mit den

Oströmern unter den Feldherren des Kaisers Justinian I., Btlisar und

Narfcs, endete (trotz des Heldenkampfes der letzten Könige Totila undTeja) mit seinem Untergänge 555.

3. Das Reich der Langobarden 568—774.

Die Griechen herrschten über das ganze Italien nur 13 Jahre; denn568 drangen (angeblich von dem oströmischen Statthalter Narses einge«

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