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Grundriss der Weltgeschichte für höhere Lehranstalten / von J. C. Andrä
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mit Frankreich (unter Ludwig XV., Marquise von Pompadour), mit Ruß-land (unter Elisabeth) und mit Sachsen (Minister Brühl) ein ge-heimes Bündnis verabredet. Von der drohenden Gefahr unterrichtet, be-schloß Friedrich, nur mit England, Hessen und Braunschweig verbunden,seinen Feinden zuvorzukommen, und begann den Krieg, indem er

1756 unvermutet in Sachsen einfiel und Dresden einnahm. Erschlug die heranrückenden Österreicher (unter Browne) bei Lobositz inBöhmen, nahm das sächsische Heer bei Pirna gefangen und brachteSachsen in seine Gewalt.

1757 traten auch Schweden und das deutsche Reich auf die SeiteÖsterreichs. Einer halben Million feindlicher Truppen konnte Friedrichmit seinen Bundesgenossen nur etwa 200000 Mann entgegenstellen. Zu-nächst wandte er sich gegen die Österreicher und erfocht, in Böhmen ein-rückend, den teuer erkauften Sieg bei Prag (6. Mai, SchwerinsHeldentod), wurde aber dann von dem österreichischen Feldmarschall D aunbei Kolin (18. Juni) geschlagen und mußte Böhmen räumen. Nach dieserNiederlage des Königs drangen im Westen die Franzosen bis zur Weservor und besiegten seine Bundesgenossen beiHastenbeck (unweit Hameln);im Osten erschienen die Russen und schlugen den Feldmarschall Lehwaldbei Großjägerndorf. Dagegen jagte Friedrich mit 22000 Mann einzweites französisches Heer (unter dem Prinzen Soubise) samt der Reichs-armee (Reißausarmee"), 64000 Mann stark, in der Schlacht bei Roß-bach (der Reitergeneral Seydlitz) in schimpfliche Flucht (5. November).Das schon verlorene Schlesien (Winterfeldt f) gewann er (außer Schweid-nitz) wieder durch den glänzenden Sieg bei Leuthen (5. Dezember), dener (mit derPotsdamer Wachtparade", 33000 Mann) über die Öster-reicher (80000 Mann) unter Daun errang.

1758 trieb Herzog Ferdinand von Braunschweig mit demenglischen Hilfsheer die Franzosen über den Rhein zurück und schlug siebei Krefeld; Friedrich schützte durch den blutigen Sieg bei Zorndorf(unweit Küstrin) sein Brandenburg gegen die eindringenden Russen undbehauptete Schlesien und Sachsen trotz des Überfalls bei Hochkirch (beiBautzen).

1759 war ein Unglücksjahr für Friedrich. Zwar besiegte Ferdi-nand von Braunschweig die Franzosen bei Minden; allein der Königselbst, welcher die Vereinigung der Österreicher unter Loudon mit denRussen nicht zu verhindern vermochte, erlitt (12. August) eine schwereNiederlage bei Kunersdorf unweit Frankfurt (Kleist ß). Dresden wurde