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gerichtet wurde. Nach Nobespierres Sturz erhielten die Gemäßig-teren zunehmenden Einfluß im Konvente; der Jakobinerklub wurde ge-schloffen und eine neue (3.) Konstitution verfaßt, welche die vollziehendeGewalt einem Direktorium aus fünf Mitgliedern, die gesetzgebendedem Rate der Fünfhundert und dem Rate der (250) Altenübertrug.
2. Die Direltorialregierung bestand von 1795 (28. Oktober) bis1799 (9. November). Als allmählich die gemäßigtere Partei das Über-gewicht erlangte, der sich die beiden Direktoren Carnot und Barthe-lemy anschlössen, verdrängten die drei andern, die Triumvirn Barras,Reubel und Lareveillere im Einverständnis mit dem General Bonaparte(18. Fructidor, 4. September 1797), ihre Gegner. Die innere Zerrüttungund Auflösung der Republik nahm indessen stets zu, und die Regierungverlor durch Unfähigkeit und Willkür mehr und mehr ihr Ansehen. End-lich wurde sie durch Bonaparte gewaltsam aufgelöst (Z 125, 2).
Die Revolution veranlaßte einen zweifachen Bürgerkrieg in Frank-reich. Zunächst erhoben sich die Bewohner der Vendöe nach Lud-wigs XVI. Hinrichtung für dessen Sohn Ludwig XVII. (der zehnjährigals Gefangener im Tempelturme 1795 starb). Ihre wiederholten Auf-stände wurden aber durch die republikanischen Heere mit Grausamkeitunterdrückt. Femer erklärte sich nach dem Sturze der Girondisten (1793)das südliche Frankreich gegen den Konvent, doch wurden Bordeauxund Marseille bald unterworfen, Lyon nach längerem Widerstände be-zwungen und hart bestraft, Toulon, welches Ludwig XVII. als Königausgerufen und Engländer aufgenommen hatte, durch Belagerung, wobeider Artilleriehauptmann Bonaparte sich auszeichnete, zuletzt (im Dezem-ber 1793) erobert und grausam behandelt.
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Die Revolutionskriege bis 1799.
1. Anfang des Krieges mit Österreich und Preußen.Der Kaiser Leopold II. (1790—1792, Josefs II. Bruder undNachfolger) und der König Friedrich Wilhelm II. von Preußenhatten auf einer Zusammenkunft zu Pillnitz 1791 die Aufrechterhaltungder durch die Revolution gefährdeten Monarchie in Frankreich verabredet.Weil dann Leopolds Sohn und Nachfolger, der Kaiser Franz II. (1792