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Brandenburg und Preußen im Mittelalter.
IV Brandenburg im Mittelalter.
1. Brandenburg in der ältesten Zeit.
Die Mark Brandenburg war in den frühesten Zeiten vonSueben (Semnonen), seit dem fünften Jahrhundert von Slaven (Wenden),insbesondere Milzen bewohnt. Gegen diese drang Karl der Große siegreichbis zur Peene vor. Erfurt, Halle, Magdeburg, Celle waren die ältestendeutschen Festungen zum Schutze gegen die wendischen Nachbarn. KönigHeinrich I. erstürmte Brennabor (Brandenburg), die von Sümpfenumgebene Feste der Heveller (928) und errichtete die Nordmark (späterAltmark genannt). Kaiser Otto I. der Große unterwarf durch Mark-graf Gero die Wenden bis zur Oder und stiftete zur Bekehrungder unterworfenen Heiden die Bistümer Havelberg undBrandenburg.
Aber als die Sarazenen Kaiser Otto II. in Unteritalien (Cotrone 982)eine schwere Niederlage beigebracht hatten, erhoben sich östlich der Elbealle Wenden zur Wiederherstellung des Heidentums (988).Die Bischofsstädte wurden erstürmt, die Kirchen des Landes zerstört, die Priesterverjagt. Auf 159 Jahre kam hier das heidnisch-wendische Wesen wie-der zur Herrschaft.
2. Die askanifchen Markgrafen (1134—1320).
Albrecht der Bär 1134—1170; Otto l. —1184; Otto II.
—1205; Albrecht II. —1220; Johann I. (Linie Stendal)
—1266; Otto III. (Linie Salzwedel) —1267; Otto IV. —1309;
Waldemar —1319.
1134 wurde Albrecht der Bär von Ballenstädt und Askanien(Aschersleben) durch den Kaiser Lothar um treuer Dienste willen mit derNord mark belehnt. 8 Jahre später erhielt er die Nordmark samt denjenseit der Elbe erworbenen Gebieten als ein vomHerzogeSachsensunabhängiges reichsunmittelbares Markgraftum (Erzkämmererwürde).
In Brandenburg wurde von den verblendeten Menschen ein abscheuliches Götzen-bild (der dreiköpfige Triglaff, Herr des Himmels, der Erde, der Unterwelt) verehrt-