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Fürst Heinrich (als Heide: Pribisläw) suchte sein Volk zu Gott zu bekehren. Da er keinenleiblichen Erben hatte, setzte er den Markgrafen Albrecht als Nachfolger ein.Als Heinrich entschlafen (1150), na hm Alb recht wie durch Erbfolge Stadt und Landin Besitz. Jaczo (von Köpenick) klagte heftig, daß er enterbt sei. Mit einem großenHeere drang er durch Bestechung bei Nacht in die Stadt. Aber der Markgraf gewannBrandenburg bald zurück (Sage vom Schildhorn). (Nach dem Traktat des branden-burgischen Priors Heinrich von Antwerpen.)
Durch Herbeiziehung deutscher Ansiedler kultivierte „Markgraf Albrechtvon Brandenburg" sein Land. Er befestigte das Christentum und verbreitetedeutsche Sitte. So wurde die Mark ein wirklich deutsches Land, Al-brecht der Schöpfer eines neuen Staates.
Albrecht der Bär sandte an die Holländer, Seeländer und Fläminger, zogvon dort viele Ansiedler herbei und ließ sie in den Städten und Flecken der Slavenwohnen- Durch diese fremden Ansiedler mehrten sich die Kirchen. Zu derselben Zeit be-gannen Holländer das Elbufer zu besiedeln und das Sumpf- und Ackerland der Sten-daler Gegend und der Wische urbar zu machen. (Nach Hslmholds Wendenchronik.)
Der Unternehmer der Gründung eines Dorfes (oft nach ihm genannt, z. B. Kunzen-dors) wurde derSchulze und Richter des Ortes; seine Schöffen waren einige derdurch ihn zur Besiedelung hergerufenen Bauern, denen er gegen Zinspflicht eine AnzahlHufen Landes zugeteilt hatte. Auch die Klöster siedelten auf ihrem Landbesitz sächsischeund holländische Kolonisten an. Als den deutschen Burgherren und Ministe-rialen für die ihnen zugewiesenen Hufen vom Land esherrn der Zehnte (welcheranderwärts der Kirche zufiel) überlassen wurde, förderten auch sie die Ansiedelungdeutscher Bauern.
Der wendische und der deutsch« Adel vermischten sich inWechselheiraten. Inden Städten wohnten die Wenden in besonderen Quartieren und hatten wenigbürgerliche Rechte. In den Dörfern waren sie durchweg dienstpflichtig (Natu-ralien, Frondienste) und gegenüber den freien deutschen (zinspflichtigen) Bauern geringgeachtet.
Durch die Zertrümmerung der welfischen Macht (1180) hobsich das Ansehen der brandenburgischen Markgrafen (Lehnshoheit überPommern). Auf dem großen Reichsfeste Friedrich Barbarossas zu Mainzversah ein brandenburgischer Markgraf zum erstenmal die Erzkäm-mererwürde (1184). Die askanischen Markgrafen Johann I. undOtto III. dehnten ihre Besitzungen bis zur Oder aus, gewannen dieUcker-mark, eroberten und besiedelten polnisches Gebiet (Polen damalszerfallen) jenseit der Oder. Sie unterschieden diese „Neumark" fortan vonder Alt mark (früher Nordmark) und der Mittelmark. Die Tempel-herren von Sold in und Küstrin beförderten wie die Cisterzienser vonLehnin, Chorin und Straußberg die Kolonisation aufs eifrigste. In derMitte des 13. Jahrhunderts entstanden die meisten brandenburgischenStädte. Auch die Ob er lau sitz wurde erworben. Otto IV. mit dem