Band 
Dritter Kursus.
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Alte Geschichte.

und die Buchstabenschrift aufgebracht haben. Letztere soll von einem gewis-fen Taut herrühren. Außerdem wird ihnen die Erfindung des Glases und^ Purpurfarbe zugeschrieben. Die Sage erzählt: Einst wollten phönicischee W ases. Schiffer, die Salpeter geladen, irgendwo am Ufer ein Essen bereiten. Daes an Steinen gebrach, errichteten sie aus großen Stücken Salpeter einenHeerd und begannen zu feuern; von der Hitze schmolz der Salpeter mit derAsche und dem Kieselsande zusammen und beim Erkalten zeigte sich diedurchsichtige Masse, welche wir Glas nennen. Anfangs wurde das Glasnur zu Schmuck verwendet; die Fenster waren durch Vorhänge oder Holz-läden geschlossen, die Spiegel aus Metall gearbeitet, die Trinkgefäße ausThon gefertigt. Noch zur Zeit Christi waren gläserne Becher theurer alsDie Pur- goldene. — Ein andermal weidete ein phöuicischer Hirt eine Heerde ampurfarbe. Meeresufer. Sein Hund hatte die Schaale einer Meerschnecke zerbissen undkam mit hochroth gefärbter Schnauze zu seinem Herrn zurück. Dieser glaubt,der Hund sei verwundet, und wischt ihm mit Wolle das vermeintliche Blutab; da fand sich keine Wunde, aber die Wolle hatte die schönste rothe Farbeangenommen. Nun forschte der Hirt weiter nach und entdeckte die zerbis-sene Schnecke, welches die ächte Purpurschnecke war. So soll die färbendeKraft dieser Muschel bekannt geworden sein. — Der lyrische Purpur warweit und breit berühmt und galt für die größte Kostbarkeit, so daß nurKönige und reiche Leute ihn tragen konnten. — Auch in der Baukunst wa-ren die Phönicier erfahren, das beweist der prachtvolle Tempel in Jerusa-lem, welchen Salamo durch phönicische Künstler ausführen ließ.

Der Religion nach waren die Phönicier Heiden, sie trieben Natur-dienst, indem sie die Sonne (Baal) und den Mond (Astarte) verehrten.

3. Durch den ausgebreiteten Handel wurden die Phönicier sehr reichund wohlhabend. „Ihre Kaufleute" — sagt der Prophet Jesaias Kap.23,8 — „sind Fürsten, ihre Krämer die herrlichsten im Lande." Dasvon der Natur arme Land war allenthalben mit Städten besetzt, die an-fangs Sidon und später Tyrus als Oberhaupt anerkannten. Doch derReichthum des Kaufmannsvölkchens reizte die kriegerischen Nachbarn. Um'sZerstörung Jahr 586 kam Nebukadnezar heran und nahm Tyrus nach 13jähriger Be-von Tyrus lagcrung ein, worauf die Bewohner Ncu-Tyrus auf einer bcnachbar-S73, ten Insel erbauten. Seit 538 waren die Phönicier treue Bundesgenossenvon Neu- der Perser. Im Jahre 332 aber wurde Neu-Tyrus von Alexander demTyrus 332. Großen zerstört und Phönicier: dem Reiche desselben einverleibt; der Welt-handel ging von da an auf Alcxandrien über.

7. Aegypter.

1. Größe Aegypteu's. Ueberschwemmuug des Nlls. See Mörls. Einthellung desLandes (Oberägypteu, Mittelägyplen, Unterägypten). 2. Bevölkerung von Aethio-pien aus. Orakel des Jupiter Ammou. Byssus- und Papyrusstaude. Hiero-glyphen. Jahreslänge. Feldmeßkunst. Obelisken, Pyramiden, Labyrinth. Trümmervon der Stadt Theben. Memnonssäule, Sphinxe. 3. Sieben Kasten: Priester, Krie-ger, Ackerbauer, Handwerker, Schiffer, Dolmetscher und Hirten. Götter. Einbalsa-mirung und Bestattung. Todtengerichte. 4. Aelteste Geschichte Aegypteu's: Menes;Chephren, Cheops und Myceriuus 2800—2700 vor Chr.; Amenemha 2200. Herrschaftder Hyksos 2100—1660. Blülhezeit Aegypteu's 1660—726. Sesostris 1350. Herr-schaft der Aethiopier 726—672; die „Dodekarchie", Psammetich Alleinherrscher 664 ;Necho's Niederlage bei Circefium 606; Amafis; Psammenit; Schlacht bei Pelusium