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Alte Geschichte.
ling, worauf alles junge Bieh geopfert wurde und die in dem Jahre ge-Latmer. borene Jugend nach 30 Jahren als Kolonisten auszogen. — Die Latinerhatten das Gebiet südlich von der Tiber bis zu den pontinischen Sümpfeninne. Gegen 30 Städte waren zu einem Bunde vereinigt; Albalonga warder Vorort. Bei den Latiucrn blühte Ackerbau und bürgerliche Freiheit,die Religion war mit dem Landbau in Verbindung. Sie verehrten denSaatengott Saturn und seine Gattin Ops. Auch die Göttin Vesta,deren heiliges Feuer von 12 Jungfrauen (Vestalinnen) unterhalten wurde,war bei den Latinern heimisch.
Die Nachrichten über die Gründung Rom's (783 vor Chr.) gehörenfast durchweg in's Bereich der Sage. Doch steht geschichtlich fest, daß dieStadt eine überwiegend latinische Anstedlung ist; die Anlage selbst hatwie bei allen Städten des Alterthums in unbekannter Zeit und unterunbekannten Umständen stattgefunden. Außerdem ist historisch ge-sichert, daß der römische Staat in ältester Zeit von Patriarchen und dar-nach (753 — 509) von Königen regiert worden ist. Von letzteren werdensieben genannt, doch sind weder ihre Regierungszeiten, noch die jedem zu-getheilten Thaten wirklich beglaubigt.
25. Rom unter den Küuigeu 753—509 vor Chr.
1. Rom's frühestes Gebiet. Bebaimng der „sieben" Hügel. Verfassung des Romn-lus. Bollbürger und Klienten, später auch Plebejer. Eintheilung der Vollbürgerin 3 Tribus und 10 Kurien. Die Königswürde und ihre Jnsignien. Der Senat.Patrizier. Einfluß der Familie. Truppenmacht. 2. Römische Gottheiten: Janus,Diana, Saturn, Jupiter, Mars, Vesta. Die vestalischen Jungfrauen. Priester undWahrsager. Ruma als Ordner des Religionswesens. Verfassung des ServiusTullius: 6 Volksklassen und 193 Centurien. Ähnlichkeit mit der Verfassung desSolon. Ausbau der servianischen Verfassung in den Zeiten der Republik.
1. Das älteste Gebiet der Stadt Rom lag am linken Ufer der TiberBebauung und hatte eine Größe von 9—15 Quadratmeilen. Die erste Ansiedelungder7Hügel.g^chah am palatinischcn Hügel, darnach wurden der Kapitolinusund Quirinalis und später noch vier andere Hügel hinzugezogen, sodaß Rom nach und nach (unter Servius Tullius) zur „Siebenhügelstadt"erwuchs. Romulus erscheint nicht nur als Erbauer der Stadt, sondernErste Ein- auch als Stifter von deren ältesten Verfassung. Damals bestand die Be-theilung völkerung aus zwei Ständen: aus freien Bürgern, welche als Mitbe-des Volkes. gEnder des Staates allen Grundbesitz und alle Ehrenrechte inne hatten,und aus Klienten oder Hörigen. Letztere waren erbunterthänige Leute undstanden unter dem besonderen, fast väterlichen Schutze ihrer Herren, diedeshalb auch „Patrone" genannt wurden. Neben den Klienten bildete sichmit der Zeit theils durch freiwillige Niederlassung einzelner Personen, theilsdurch gewaltsame Herbeiziehung ganzer Bürgerschaften ein dritter Stand,der Stand der Plebejer, welcher an Masse bald die Altbürger weit über-wog. Die Plebejer waren freie, unabhängige Leute; konnten Grundeigen-thum erwerben und besitzen, aber mit den älteren Geschlechtern keine giltigenEhen eingehen, auch waren sie von jedem Antheil an der Regierung ^ aus-
> Als die Plebejer sich später eine staatsbürgerliche Stellung erkämpften, daverschmolzen mit ihnen nach und nach die Klienten, und die Erbunlerthänigkeit hörtein Rom auf, wenn auch noch ferner arme Bürger sich freiwillig in den Schutz vonReichen begaben. Der Name Klient erhielt also nachmals eine andere Bedeutung.