Band 
Dritter Kursus.
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81
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Der Bunbesgenosseukrieg 91—88 vor Chr.

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die richterliche Gewalt von den Rittern an den Senat zurückgegeben unddie herkömmliche Reihenfolge der kurulischen Aemter, sowie der Zwischen-raum von zehn Jahren zur Uebernahme desselben Amtes, wieder hergestellt.Außerdem waren auch die Strafbestimmungen gegen Mord, Meineid undandere schwere Verbrechen erneuert worden. Als Sulla so den Staat ge-ordnet glaubte, legte er unvermuthet alle seine Würden nieder (79) und»vg sich'auf sein Landgut in Kampanien zurück, wo er schon im Jahr 78starb.

37. Verschwörung des Katiliua 63—62 vor Chr. Cicero.

I. Pompejus. Seine Thätigkeit gegen die Marianer (Sertorius 77—72), die Gla-diatoren und die Seeräuber. Beendigung des zweiten mithridatischen Kriegs <74—64).Rückkehr nach Rom 61. 2. Verschwörung des Katiliua 63—62. Entdeckung der-selben durch den Konsul Cicero. Cäsar und Kato der Jüngere (Utiesnois). Hin-richtung der Verschworenen. Katilina's Tod bei Pistoria 62. 3. Cicero erhältden Namen „Vater des Vaterlandes". Cicero's (geb. 107 zuArpinum) Bildungs-gang. Sein Wirken als Ouästor, als Konsul. Die Anklage durch Klodius 58.Cicero's Verbannung und Zurückbernfung. Seine Thätigkeit gegen Antonius, seineProskription und Ermordung 43.

1. Nach Sulla, dessen lebenslängliche Diktatur ein Vorbote der nahen-den Alleinherrschaft war, bildete für geraume Zeit Knejus Pompejus(geb. 106) den glänzenden Mittelpunkt der römischen Geschichte. Er hattesich frühzeitig (83) dem Kampfe gegen die Marianer angeschlossen und warwegen seiner glücklichen Thaten in Sicilien und Afrika von Sulla mit demBeinamen „Magnus" beehrt worden. Noch größeren Ruhm gewann ernach Sulla's Tod. Er besiegte (77 — 72) die demokratische Partei inSpanien, welche unter Sertorius so vielen römischen Heeren widerstan-den, vernichtete auf dem Heimwege (71) die Reste der aufrührerischen Gla-diatoren, reinigte innerhalb 40 Tagen das mittelländische Meer von See-räubern (67) und beendigte rasch den zweiten mithridatischen Krieg(74—64). Der letztere Krieg wurde (66) durch die nächtliche Schlacht amEuphrat entschieden: Mithridatcs sah sein Heer geschlagen und floh.Pompejus ließ bald von der Verfolgung ab, ordnete aber die VerhältnisseAsien's (Bithynien, Pontus, Cilicien, Syrien und Palästina wurden zins-Pflichtig) und kehrten dann triumphirend nach Rom zurück (61).

2. Kurz vorher (63) war Rom durch den Konsul Cicero von einergroßen Gefahr, der „Katilinarischen Verschwörung", gerettet worden. Anar-chisten hatten nämlich während der Abwesenheit des Pompejus eine gefähr-liche Verschwörung gestiftet: es galt nichts Geringeres, als die Hauptstadtanzuzünden, die Tüchtigsten des Senats zu ermorden und sämmtliche Schuld-bücher zu vernichten.

Viele der Verschworenen waren vorn Adel, aber ökonomisch und mora-lisch meist so herunter gekommen, daß sie nur noch in dem Umsturz allerVerhältnisse ihre Existenz erblickten. Die Seele und das Haupt der Ver-schwörung war Lucius Sergius Katilina, ein Sprosse des altpatri-Zischen Geschlechts der Sergier. Er besaß seltene Geistesanlagen und einebedeutende Körperkraft, aber einen bösen und verderbten Charakter. Vonfrüher Jugend waren ihm Mord, Raub und Bürgerzwietracht willkommen.Am deutlichsten zeigte er seine Verworfenheit, als er zur Zeit der Sullani-schen Proskriptionen seinen eigenen Bruder ermordete. Dennoch erlangte

Spieß u. Beriet, Weltgeschichte III. 4. Aufl. 6

Pompejus.

Sertorius

77-72.

2. mithri-dat. Krieg74-64.

Verschwö-rung desKatiliua63—62.

Katiliua.