Band 
Dritter Kursus.
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84 Alte Geschichte.

ihn königlich belohnte. Dieser ließ den Kopf und die Hand des Cicero auföffentlichem Markte an der Rednerbühne, dort, wo seine hinreißende Be-redtsamkeit Recht und Unschuld so oft gerettet hatte, zur Schau ausstellen.Zuvor aber durchstach noch die boshafte Fulvia, das Weib des Antonius,die Zunge des großen Mannes mit glühenden Nadeln.

38. Cäsar's gallische Kriege 58-49 vor Chr. Tod des KaloMicensis 46 vor Chr.

1. Rom's innere Auflösung. Stellung des Senats. Die Demagogen und mili-tärischen Machthaber. Erstes Triumvirat 60. Cäsar's Konsulat (59); seine Siatt-halterschast in Gallien. Erneuerung des Dreimännerbundes zu Luka 56. 2. Cäsar'sgallische Kriege 58—49. Die Helvetier. Ariovist. Niederlage der Germanenbei Vesontio 58. Unterwerfung der Belgier, Kelten und Aqnitaner (57 und 56),der Usipeter und Tenchterer (55). Cäsar's Züge über den Rhein (55 und 53) undnach Britannien (55 und 54). Beilegung des Vercingetorix 52—51. Gallien be-ruhigt. 3. Pompejus' Anschluß an den Senat. Spannung und — nach dem Toddes Krassus (53) — offene Feindschaft zwischen Cäsar und Pompejus. Cäsar gehtüber den Rubikon: zweiter Bürgerkrieg 49—45. Schlacht bei Pharsalus 48. Pom-pejus' Tod. Cäsar's Schiedsrichteramt in Aegypten. Sieg über Pharnaces 47.Cäsar Diktator auf ein Jahr. 4. Die Pompejaner und Juba. Kato der Jüngere.Cäsar's Sieg bei Thapsus 46. Tod des Kato in Utika. 5. Cäsar Diktator aufzehn Jahre. Sein Kampf gegen die Pompejaner in Spanien. Schlacht bei Munda45. Cäsar Diktator auf Lebenszeit. Seine Ermordung 44. Zweites Triumvirat43: Oktavian, Antonius und Lepidns; dritter Bürgerkrieg: Schlacht bei Philippi42. Vierter Bürgerkrieg: Schlacht bei Aktinm 31. Oktavian Alleinherrscher. Romein Kaiserreich 30 vor Chr.

1. Die Katilinarische Verschwörung, ihre Entstehung und Zusammen-setzung, noch mehr die Art und Weise ihrer Unterdrückung, wobei mannicht wagte, die eigentlichen aber mächtigen Leiter derselben an's Licht undzur Strafe zu ziehen, hatten hinlänglich kundgegeben, daß Rom in vollerinnerer Auflösung begriffen sei und jeden Augenblick die Beute eines kühnenMachthabers werden konnte. Die bisherigen Parteien hatten jetzt voll-ständig ihre Stellung gewechselt. Der Senat war allein noch eine Stützeder bestehenden Verfassung, ihm schloffen sich die wenigen Freunde derselben(Cicero, Kato) enger an. Dagegen waren die ehrgeizigen Demagogen, dieunter dem heuchlerischen Vorgeben der Bolksinteressen die Menge an sichzogen, eifrigst bestrebt, den Senat mehr und mehr aller Autorität undMacht zu entkleiden, und arbeiteten dadurch den militärischen Machthabern1. Trium- in die Hände. Schon im Jahr 60 vor Chr. schloffen Krassus, Pom-virat pejus und Cäsar das erste Triumvirat und theilten sich in die

00- Gewalt des Staates, wie in eine gemachte Beute. Cäsar wurde für das

folgende Jahr zum Konsul erwählt, verschaffte als solcher allen von Pom-pejus getroffenen Einrichtungen die Bestätigung und waltete in Rom mitfast fürstlicher Gewalt. Darauf ging er (58) auf 5 Jahre als Statthalternach dem cisalpinischen und transalpinischen Gallien, während Pompejus undKrassus in Rom blieben. Im Jahre 56 wurde zu Luka' der Bundvon den drei Männern erneuert. Für Cäsar — lautete die geheime Ueber-einkunft — sollte die Statthalterschaft in Gallien auf weitere fünf Jahreverlängert werden; dagegen sollte Pompejus die Provinz Spanien undKrassus die Provinz Syrien gleichfalls auf fünf Jahre erhalten.

* Luka, Stadt in Etrurien, westlich von Florenz, das heutige Lukka.