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Vierter Band.
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596
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Lassen

1800-1876

Webergeb. 1825Benfey1809-1881Brockhaus1806-1877Roth

1821—1895M. Müller1823—1900Hang

1827—1876

W.von Hum-boldt

1767—1835

596 Siebentes Buch: Literatur und Wissenschaft Deutschlands im 19. Jahrhundert. 8

Verwandtschaft der einzelnen Sprachen. Diese Schrift regte allenthalben das Studium ^Indischen an. Während Bopp selbst auf Grund der Arbeiten von Wilkins, Colebroodas Ausführliche Lehrgebäude der Sanskritsprache verfaßte, wurden zug .^Bonn auf Schlegels Anregung von Christian Lassen aus Norwegen die Sanskn I ^wesentlich gefördert und in der umfassenden Indischen AltertumskundeVolk der Hindu nach allen Seiten hin beleuchtet. Bald wurden an allen deutschen U ^

täten Lehrstühle für Sanskrit errichtet, und sprachkundige Männer, wie Albrecht We ^

Berlin, Theodor Benfey in Göttingen, Hermann Brockhaus in Leipzig, Audollin Tübingen, in England Max Müller in Oxford, gaben der gesamten Sprachig ^einen mächtigen Anstoß. Nicht nur die klassische Philologie besann sich wieder n! ^rein sprachliche Aufgabe — historische Grammatik —, auch die germanistischen ^

wurden neu belebt, das Zend, seitdem Anquetil du Perron die Schriften Zoroaster ^

Europa gebracht hatte, durch Burnouf und Hang in München gründlich erforiw-^,,slawischen Sprachfamilien und die Überreste des Keltischen, auch das Baskische 1gleichung herangezogen und in der skandinavischen Sprache und Literatur die gern^ deßBestandteile aufgesucht. Diese weit ausgreifende Tätigkeit zeitigte aber dieüber der Sammelarbeit, über der philologischen Behandlung verschiedenartiger' der höhere, philosophische Gesichtspunkt aus dem Auge gelassen wurde. Da 'Ibilos"'von Humboldt, einer der ersten Geister Deutschlands, der reichste Kenntnis mupk ^ii-phischem Scharfsinne vereinigte, das richtige Verhältnis wieder her. „EinGeistesgenosse von Goethe, Schiller, Friedrich August Wolf, als Staatsmann nndin den höheren Lebenskreisen aller Länder heimisch, der wichtigste Berater bei der Grder Berliner Universität, unterstützt von den Beobachtungen seines Bruders ^k^Nsich das ganze Reich der Naturwissenschaften unterworfen, hat Wilhelm vonein König im Reiche des Geistes geherrscht. Seine Arbeiten im Kreise derWohl wie der Sanskritphilologie, der Ästhetik, Geschichte und Staatswissenschaft 8^. ^ dNZeugnis von einem tiefen, freisinnigen, philosophisch gebildeten, kenntnisreichen dendie Waffen der Dialektik mit Meisterschaft zu führen verstand." Aber den KesGlanzpunkt seiner vielseitigen Tätigkeit bilden seine sprachwissenschaftlichensonders die Einleitung zu seinem Werke Über die Kawisprache auf der Jnse"betitelt: Über die Verschiedenheit des menschlichen SprachbauesEinfluß auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechtes. 3nm^ hie

Alt

zur Beze>8

^ Arbe'

Pott

1802—1887

Schleicher

1821-1868

G. Curtius1820-1885

Sprachen der amerikanischen und ozeanischen Völker zur Vergleichung heranzogphilosophische und geschichtliche Behandlungsweise verband, kam er zu demSprache ist kein totes Mittel, kein Werkzeug, das der menschliche Geistder Dinge verwendet, sondern eine Tätigkeit, die sich ewig wiederholendeGeistes, den Laut zum Ausdrucke des Gedankens zu machen; ohne Sprache keindurch die Sprache entsteht erst das menschliche Denken. Die besondere Art, "w her

fortlaufende Tätigkeit im einzelnen offenbart, beruht auf der Geisteseigentüinnw ^

einzelnen Völker. Die Einsicht in den Ban der Sprache ist zugleich ein Einbl' Aklinnerste Wesen eines Volkes wie der ganzen Menschheit. Damit waren Aufgabeder Sprachforschung dargelegt. Nun versuchte Humboldt eine Gruppierung nnd ^ .^g§'der Sprachen nach ihrem Baue. Die Betrachtung des Wortes nach Stamm und Bezlauten ergab drei Klassen: isolierende, d. h. einsilbige, die Sprachwurzeln einfaweinandersetzende, agglutinierende, d. h. die Wurzeln aneinander- und zusammeflektierende, also wirklich abwandelnde Sprachen. Weitere Untersuchungenwandten Sprachen führten auf die Sprachstämme, deren Äste und Zweige, die Einzeauf eine ehemals ungeteilte Grundsprache zurückweisen. Auf den indogermanischen ^ zMstamm blieb vorzugsweise die Tätigkeit der Forscher gerichtet. Nicht nur daß Bopp ^ ^fortfuhr, durch grundlegende Werke, besonders die Vergleichende KraMNlSanskrit, Zend, Armenischen, Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Altslawischen/ ^und Deutschen, die Sprachkunde zu bereichern, —auch August Friedrichder kenntnisreiche August Schleicher förderten ihrerseits, jener mit den Etyma ^ »>"Forschungen auf dem Gebiete der indogermanischen Sprachen mit besonderemdie Lautumwandlung im Sanskrit, Griechischen,. Lateinischen, Litauischen usw ^ Pdieser durch gründliche Untersuchungen, namentlich auch über die slawischen ^A.asch^'durch das Werk Bedeutung der Sprache für die Naturgeschichteden Ausbau der jungen Wissenschaft der Sprachvergleichung. Mit diesen 8^steigerte sich unverkennbar die Gefahr, daß die Sprachforschung rein SelbstM^^

Da übernahm es der geistesklare Georg Curtius, der Bruder von Ernst (S- ApMhervorragend lautere und vornehme Natur, die klassische Philologie mit der allgemeine