Erstes Kapitel: Deutschland.
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^^hegesetz vom preußischen Landtage und vorn Reichstage angenommen!n> - ^ und trotz aller Anstrengungen konnte das Zentrum auch in den°*Wn deutschen Staaten der Politik Bismarcks keinen Abbruch tun.
> , In Baden, Hessen, Württemberg und Sachsen, wo nach dem Tode des be-htten Königs Johann der Kronprinz Albert, der siegreiche Mitkämpfer von 23.0«. wis. ' Privat und Sedan, den Thron bestieg, stimmten Volksvertretung und Re-8 eruirg mit dem Vorgehen Preußens überein. Selbst in Bayern, das die Ultra-' "ntanen als ihre eigentliche Domäne ansahen, wahrte die Regierung fest diedes Staates gegen die Anläufe der ultramontanen und partikularistischen"-Patrioten" der altbayerischen Lande. Der unerwartete Studienausflug des" 8 en Königs Ludwig II. nach Paris hatte ebensowenig politische Bedeutung,
Aug. 1874
d i- m r. iur Oktober erfolgte übertritt der Königin-Mutter Maria, einer Tochterb Prinzen Wilhelm von Preußen, zur katholischen Kirche.
4 Die Gegensätze der Parteien verschärften sich allerdings immer mehr, so daßr Mordversuch, welchen ein verkommener Tischlergeselle aus Magdeburg, Kuli- Kullmanns^?ün, auf den im Bad Kissingen weilenden Fürsten Bismarck unternahm, der Z»n isi 4Awirkung des unversöhnlichen Hasses der ultramontanen Partei zugeschriebenUrde. Damals rief Bismarck im Reichstage unter dem stürmischen Beifall der 4. Dez.s ^heit dem Zentrum zu: „Mögen Sie sich auch noch so sehr von dem Mörder^gen, er hängt sich doch an Ihre Rockschöße!"
. Pm die Unsehlbarkeitslehre aber auch auf wissenschaftlichem und reli-^Tans-^osem Gebiete erfolgreicher zu bekämpfen, suchte man alle dem Dogma ab- »ersucheZeigten Kräfte zu sammeln. Auf einer unter Döllingers Vorsitz in Bonnr°3ehaltenen ünionskonferenz wurde die Idee angeregt, alle „alt-n.Sspt.wn. Mlischeu" Episkopalkirchen, wie die griechische, anglikanische, deutsch-lederländische, die den römischen Supremat nicht anerkennen, zu einem^llieinsamen Verhalten gegen das Papsttum zu vereinigen. Aus einerttieralshnode der deutschen Altkatholiken in Freiburg unter der Leitung s. Sept. wn^ . Bischof Reinkens wurde der Fortbau der von Rom abgewandten Re-Twnsgemeinden aus den Grundlagen der altkirchlichen Lehren und Ord-beraten und ins Werk gesetzt.
t 8 325. Höhepunkt des Kulturkampfes. Den Höhepunkt erreichte^.Kulturkampf, als der Papst in einer Enzyklika an die Erzbischöfes. F°br.im-^ Bischöfe in Preußen die Maigesetze in der schroffsten Weise verwarfUd erklärte, daß alle diejenigen Geistlichen, welche sich denselben fügen- der größeren Exkommunikation verfallen seien, worauf mit ihnener Verkehr gemieden werden müsse.
^ . Die Antwort der preußischen Regierung hierauf war ein Gesetzentwurf, kraft ^kau 1 - bisherigen Zahlungen und Leistungen des Staats an die römisch-i ^Eschen Bischöfe und Geistlichen so lange eingestellt werden sollten, bis derrü Amte befindliche Bischof oder Bischofsverweser oder Geistliche durch eine schrift-^rklärung sich zur Befolgung der Staatsgesetze verpflichtet haben würde.
SperrgesetzMärz 1815
L^gen. richteten die preußischen Bischöfe, nach einer gemeinsamen Beratung inG ^ Eingabe an den Kaiser, mit der Bitte, dem beantragten Gesetz die 2. April^/Uhniigung zu versagen, da die darin verlangte „unbedingte Befolgung der^??sgesetze unvereinbar sei mit dem Gewissen eines Christen". Das Staats-n,. Vbrium wies diese Behauptung als unwahr zurück; dieselben Gesetze, dieeine Verleugnung des christlichen Glaubens erkläre, seien in andern^ ischen und fremden Ländern zu allen Zeiten in Gültigkeit gewesen, und dien^^sichrier hätten selbst die Beschlüsse des vatikanischen Konzils, die Haupt-ch Wirren, bekämpft. Nach heftigen Debatten, die mehrere Wochen lang A
8 es^,b" Häusern geführt wurden, erhielt das „Sperr- oder Brotkorb-b? , wie man es im Landtage und im Volksmunde kurzweg bezeichnete, eine