658 Achte» Buch: Europa unt. d. Einst. d. Friedenspolitik K. Wilhelms I. u. Bismarcks.
5. 14. Juli1884
Ostafrika
14.Aug.l88S29. Okt. 1886
»oller Schonung der französischen Interessen und Ansprüche. Es war die Zeit desEinvernehmens Deutschlands und Frankreichs unter dem Ministerium Ferry (Z 357). Aacho^erwarb nun durch Hissen der Flagge das Togo land und Kamerun, obwohl Eng^"die größten Hindernisse in den Weg legte. Auch die Versuche Englands durch einenmit Portugal das Gebiet der Kongogesellschaft vom Meere auszuschließen und dem Nai"nach Portugal, in Wirklichkeit England in den Besitz der Kongomündung zu bringen,durch die Kongokonferenz (Z 363) in Berlin vereitelt.
Nicht minder tatkräftig handelte Bismarck inOstafrika. Am 3.
1885 wurde der Gesellschaft für deutsche Kolonisation ein kaiserlicher SchEbrief verliehen, der die von vr. Karl Peters in Ostafrika erworbenenbiete unter die Oberhoheit des deutschen Reiches stellte. Als nun nnudem Drucke Englands der Sultan Said Bargasch von Sansibar gegen dmOberhoheit Protest einlegte und mit bewaffneter Hand gegen dieafrikanische Gesellschaft vorzugehen drohte, wurde er durch ein GeschwEvon fünf deutschen Panzerschiffen rasch zur Anerkennung der deutschenspräche gezwungen. Sodann wurde der englisch-deutsche Vertrag ^geschlossen, der dem Sultan von Sansibar die Küste zuwies und im
lande die Interessensphären der beiden europäischen Mächte abgrenzte.
28.April 1888Südfes
11. Dez.
z»
11. Dez. 1884
11. Mai 1885
15. Okt. 18856. April 1886
10. April
Sept. 1881
Dsz. 1888
§lk
südliche Grenze des deutschen Gebietes wurde durch einen Vertrag ^Portugal festgesetzt. Endlich gelang es auch, durch ein neues AbkonttNmit dem Sultan von Sansibar den freien Zugang zu der See zu erhall 'Folgenreiche Verwicklungen riefen auch die kolonialen Besitzergreifung^Deutschlands in der Südsee hervor. Als 1885 die deutsche Regierung ^Pal au- und Karoline ninseln unter ihren Schutz zu stellen besiM'erhob sich der heftigste Widerstand in Spanien. Da schlug Bismarck ve >die Streitfrage dem Schiedsgerichte des Papstes Leounterbreiten, und daraus entstand der römische Vertrag', in deM ,Oberhoheit Spaniens über die Inseln anerkannt wurde, das Deutsche ^aber Handels-, Schiffahrts- und Fischereisreiheit und das Recht, Koh^"stationen und Plantagen anzulegen, erhielt; aus das Recht, Stativ"anzulegen, Verzichtetete Deutschland später. Schon vorher war die deutUFlagge auf dem Neubritannia-Archipel und auf der NordküsteNeuguinea gehißt worden, und obwohl England auch hier alles nE^versuchte, die deutschen Besitzergreifungen zu stören, ließ sich Deutscht"in seinem Vorgehen nicht beirren. Kaiser Wilhelm fertigte den kaisestt^Schuhbrief für die deutsche Neuguineagesellschaft aus, in dem zugleich ,stimmt wurde, daß der deutsche Teil von Neuguinea den Namen KarlWilhelm s-Land und die davorliegenden Inseln des NeubritaNArchipels den Namen Bismarck-Archipel erhalten sollten, ^itechtwurden die Marschallinseln unter deutschen Schutz gestellt, sv"erfolgte der Abschluß des „deutsch-englischen Abkommens über die ,,grenzung der beiderseitigen Machtsphären im westlichen Stillen jtund eine „Erklärung über die gegenseitige Handels- und Verkehrssr^-^in den deutschen und englischen Besitzungen und Schutzgebieten inrlichen Stillen Ozean". — Nicht ganz so erfolgreich war der Sch"?^deutschen Niederlassungen auf Samoa. Wegen seiner deutschseindU^Haltung wurde der König Malietoa auf einem deutschen Kriegsschiffe >Neuguinea gebracht und Tamasese an seine Stelle gesetzt; als sich 6 ,.^diesen der von den Amerikanern unterstützte Mataafa erhob und en ^deutsche Kriegsschiffe eingriffen, wurde ein Landungskorps mit ll" ^Verlusten zurückgeschlagen. Nun lud Bismarck, da diese Kämpfe durcy