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Viertes Kapitel: Rußland und die nordischen Staaten.
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das seine Netze über ganz Rußland ausbreitete, Todesurteile gegen mißliebige Be-ank ,jeden Verrat mit dem Tode bestrafte und in geheimen Druckereien Flugschriften
Clwk* 8 " üeß. Sinter den von den Nihilisten Verurteilten befand sich in erster Linie derGen r Geheimpolizei, der verhaßten dritten Abteilung der kaiserlichen Kabinettskanzlei,der U Mesenzew, der durch harte Behandlung von politischen Verbrechern den Groll
^"krchisten ganz besonders hervorgerufen hatte. Er wurde auf offener Straße erdolcht, 16. Aug. 1878polll'v^ ^ Täter entdeckt worden wären. Obwohl nun die Regierung die Aburteilungsick j!- * Verbrecher den Geschworenen entzog und sie den Militärgerichten überwies, mehrtendass ^stMiffe auf hochgestellte Personen. So wurde der wegen seiner Strenge gegen ver-schal? ^lchüisten gehaßte Gouverneur von Charkow, Fürst Krapotkin, im Wagen er- 8.F°br. i8?sein? m »Werkzeug der Tyrannei und des Despotismus", wie das Exekutivkomitee iny-/./s"Eamation verkündete; auch in diesem Falle wurde der Täter nicht entdeckt. Derd»n ^ Mvrdanfall traf den Nachfolger Mesenzews in der „dritten Abteilung", General 25.M«ezi87gM ? 7 ^^ntelen, auf den in den Straßen von Petersburg zwei Schüsse abgeseuert wurden,
Dr? r ^ ohne Zu treffen. Auch zur Brandfackel griff man; die Städte Jrkutsk, Jrbit,ch»at ^rlow und llralsk wurden durch Brandlegungen schwer heimgesucht. Endlich,,§sp ^ ^r Meuchelmord an den Kaiser selbst. Ein von dem Revolutionskomitee an
in 8*" ^exander Nikolajewitsch" gerichtetes Schreiben bedrohte ihn mit dem Tode, und ein
verschiedensten Lebensstellungen umhergeworfener Mann, Solowjew, feuerte aufi4.April 187»schü» als seinen Morgenspaziergang in der Nähe des Winterpalais machte, Revolver-Tat glücklicherweise nur seinen Mantel durchlöcherten. Der Verbrecher büßte seine
Sn Balgen, ohne über die Organisation der Verschwörungen irgendeine Auskunft gegebengrill >' Gegen diese entsetzlichen Vorgänge wurden nun außerordentliche Maßregeln er-">it l,"' ^ Petersburg und anderen großen Städten wurden provisorische Generalgouverneuretz weitesten Ausnahmevollmachten eingesetzt. Aber trotz zahlloser Verhaftungen undst^^E'mgen, trotz der strengsten Vorsichtsmaßregeln gelang es doch nicht, dem nihilistischens^.^etl ein Ende zu machen; in der Abneigung gegen das herrschende Regierungssystem^ei 8^ isnmer Vorschub. Nur durch einen Zufall entging der Kaiser einem neuen Anschlag:
Er Einfahrt in Moskau sollte der von ihm benutzte Eisenbahnzug durch einen von einemTer Hause unter die Schienen gelegten Minengang in die Luft gesprengt werden, i. Dez. I87S
^.-.-..^uptschuldige, Hartmann, entkam nach Frankreich, wo er auf das Verlangen desBotschafters im Februar 1880 verhaftet, dann aber von der durch die Radikalendie „ dEn Regierung freigelassen und nach England abgeschoben wurde, ein Verfahren, dasVerük ? Beziehungen Frankreichs und Rußlands eine Zeitlang störte. Die Häupter dieserdoch n aber gingen so weit, dem Kaiser durch eine Proklamation zu drohen, daß erUnd l^ben müsse, wenn er nicht alle seine Rechte einer Nationalversammlung übergäbe,kilis»?»^?^ werde er in die Luft gesprengt werden. Eine Dhnamitexplosion, durch die im
Echen Winterpalais die Zimmerdecken zweier Stockwerke zertrümmert oder erschüttert 17 .Febr.i 88 »denm"' Purere Menschen ihr Leben einbüßten oder verwundet wurden, gab bald danachn.. eweis, daß die Drohung ernst gemeint war. Der Kaiser selbst blieb auch diesmal
°d>ahrt.
Nach einer Verfaflungs-.^ . reform
Schichten des Volkes aber machte sich der WunschAbgreifenden Umgestaltung des absolutistischen Staates geltend. Selbst in derder r ^one, bei dem Thronfolger und seiner Umgebung, bei einem TeileÄnkl Staatsbeamten, fand der Ruf nach einer Verfassungsreform^eters^' Zunächst aber wurden nur die verhaßte „dritte Abteilung" und dasAit - urger Generalgouvernement aufgehoben und Graf Boris Melikow
diktatorischen Gewalt als der Leiter einer höchsten Administrativ- F-br. weo'einen sr ^"gesetzt. Wenn auch der Amtsantritt des klugen Armeniers durchdoch .schlag auf seine eigene Person beunruhigt wurde, so gelang es ihmheit' bis dahin in Petersburg ungewohnten Zustand der Ruhe und Sicher-^aiskE-s r- a^EN' so daß die Jubelfeier des 25 jährigen Regierungsantritts des 2 . März issoN,^ v ^ ^ einem Nationalfest gestaltete. Auch die Kaiserin Maria AlexandrownaTekn»/" Mannes, wo sie schwer krank geweilt hatte, zur Festfeier nach Petersburgdaraus^-"' doch erlag sie am 3. Juli der Krankheit. Der Kaiser ließ sich bald
r s" aller Stille mit der Fürstin Dolgoruki trauen, sollte indes nicht m. Juli i8sofern Glück genießen.
sastun ^ festen auf den Rat Melikows in die Einführung eines ver-
gsinäßigen Regiments durch die Einberufung einer teils aus Er-