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Vierter Band.
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Fünftes Kapitel: England.

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Wahlreform

Dez. 1k84

anIreformgesetz ein: das Stimmrecht aller „Haushalter" in den städtischen^ahlbezirken wurde auf die ländliche Bevölkerung ausgedehnt, die Zahl dero ^hler dadurch um 2 Vs Millionen vermehrt. Wurde so diese Ungleichheit destzbgenüber den Städten beseitigt, so wurde doch damit eine neue Einteilungq/ „ohlkreise verbunden, welche das platte Land in der Zahl der Vertreter. Aenüber den Städten verkürzte und dadurch die konservative Partei zu schädigenc ° d te. Die Lords im Oberhause leisteten denn auch der Bill, in der sie einenachreitende Demokratisierung der englischen Verfassung erblickten, den heftigsteny .Erstand. Aber der immer lauter werdende Ruf nach Abschaffung oder Um-leitung des Oberhauses bewog sie, nachdem die Regierung sich mit ihnenso ^ Hauptgrundzüge der Wahlkreiseinteilung verständigt hatte, nachzugeben,

^ die ganze Wahlreformgesetzgebung am 23. Juni 1885 zum Abschluß kam.

vorher hatte Gladstone, wegen seiner immer demokratischer werdenden Po-aub Est von einem Teil der Liberalen verlassen und wegen der Mißerfolge nachein " ^ 348) angegriffen, seine Entlassung genommen, als er in der Frage«. J»»i 1885^ dr Steuer auf geistige Getränke durch eine Verbindung der Konservativen undbv eine Niederlage erlitt.

F , ^vrd Salisbury übernahm die Bildung eines Torykabinetts, dessen SeeleZUn ^ * chill war, der hauptsächlich das Zusammengehen mit den Parnelliten

»bsl Gladstones betrieben hatte. Allein vermochten die Konservativen,

fand " ^ auch bei den neuen Wahlen die Unterstützung der „Homerulers"

^aren^ Mehrheit doch nicht zu erlangen; nur wenn die Iren mit ihnen stimmten,

a>., ba sie

Ministerium

Salisbury

1885—1866

Macht derParnelliten

den Liberalen gerade gewachsen. Das Torykabinett war also von demaste N^^n Parnells, des „ungekrönten Königs von Irland", abhängig. DasÄbe 1 ^ckltnis, daß sich nur die beiden großen Parteien der Konservativen und!chl/^ ^ gegenüberstanden, war längst überwunden: die Iren gaben den Ans-itz ^ ""d waren für denjenigen zu haben, der den Forderungen nach „Hckmerule"d>ar Ziesten nachkam. Als daher die Thronrede diese Forderungen ablehnte, Jan. iseo. °as Sckiicksnl d->s Ministeriums entschieden. Bei der Beratung der Adresse

das d "" Schicksal des wir

»«tu ^ Thronrede gaben Liberale und Parnelliten der Regierung ein Mißtrauens"eue"d' ^vrauf das Ministerium Salisbury zurücktrat und Gladstone aufsheffb, ^3ügel der Regierung ergriff. Die Leitung der auswärtigen Angelegen-en^ hernahm Lord Roseb ery. Gladstone war geneigt, „Homerule" inweitgehenden Sinne zuzugestehen, daß die Gegner davon eine völliged ^ des staatlichen Bandes zwischen Irland und England fürchteten. ErUnd - vu Iren ein besonderes Parlament für ihre ausschließlichen Angelegenheitendie sigenes Ministerium gewähren, der Krone nur ein Vetorecht vorbehalten;fföllx ?i"wkeit des Gesamtstaates sollte auf Heer, Flotte, auswärtige Politik,Md eingeschränkt werden, ein Verhältnis etwa, wie es zwischen Österreichbilj "^n bestand. So wurden zwei Gesetzentwürfe vorgelegt: die Homerule-in die Errichtung eines irischen Parlaments und einer irischen Regierung

ZUni ys anordnete, und die Landankaufsbill, welche 50 Millionen Pfund" -unkauf ' ' .. . —

3. Febr. 1886Drittes Mi-nisteriumGladstone1886

von irischen Landgütern forderte, die in Staatspächtereien für irische

ourwor ^ " ttiscpen rranvgutt

Äbxx „ Umgewandelt werden und

oxr werveu ttitv IN den Besitz der Pächter übergehen sollten.

engjjs^Sen diese irische Politik Gladstones erklärte sich der größte Teil des

Kalkes. Die Gesetze wurden im Unterhause abgelehnt, und als dasselbe 7. Juni iseseilte e^^vurde ""d Gladstone die irische Frage an das Volk brachte, erlitt er

wurde und Gladstone die irische Frage an das Volk . „

sondern wie früher von den Parnelliten, so jetzt von den Liberalenurch die sich in der irischen Frage von Gladstone. losgesagt hatten,„chen ^?Vden die Konservativen gezwungen, den Weg der Reform weiter-^Tland ; i "'"vde die Provinzialverwaltung durch ein Gesetz umgestaltet, das^ "bue Grafschaften einteilte und die Verwaltung Grafschaftsräteniv. 44

Juli

Ministerium

SaiiSburn

1888-1892

setzen.

1S88

"^aldamus, Weltgeschichte. 21. Aufl.