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Vierter Band.
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8 398. Drittes Kapitel: Die Moderne (Literatur Deutschlands, Kunst Europas).

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Malers Regnault in der Ecole des Beaux-Arts in Paris, Jeanne d'Arc im Luxembourg)lind tüchtige Künstler, die durch ihre Werke, meist graziöse und volkstümliche, jugendschöneGestalten, schnell zu Ruhm und Anerkennung gelangen. Außerhalb dieses Kreises steht der«aftvoll strenge Eugtue Guillaume, der noch ganz der Antike huldigt und diese auch in seinenBildnisstatuen zur Führerin nimmt, (die Leiden Gracchen, römisches Ehepaar, Arakreon, imLuxembourg, Standbild des Komponisten Rameau in Dijon, des Physiologen ClaudeBernard vor dem CoWge de France, Thiers' in Versailles). Emanuel Fremiet trittbesonders durch seine lebensvollen Tiergruppen hervor (Gorilla ein Weib raubend, Elefant,Knabe und Barchen, Menschen und Tiere der Steinzeit, irrender Ritter, ReiterstandbildLudwigs von Orleans im Schlosse von Pierrefonds, die mädchenhaft zarte Gestalt der Jeanne°'Arc hoch zu Roß auf der Place de Rivoli in Paris und in Nancy, Belazquez, ebenfallsAr Pferd, vor dem Louvre, Statuen der Maler Raffet und Meissonier in Paris und vonLesseps in Suez). Auguste Cain und Pierre Jules Mtne (Jäger und Meute) kommenMein Rivalen A. L. Barye (Bronzegruppen der öffentlichen Gärten von Paris) nur nahe, nichtgleich. Sie alle überragt um Haupteslänge Carpeaux' großer Schüler Jules Dalou. Nachrastlosem, künstlerischem Studium in der Akademie und bei einem Ausstopfer, bei dem eraeehr von der plastischen Anatomie lernte als in der Ecole des Beaux-Arts, nach auf-sHserungsvollem Arbeiten in der Werkstatt eines Bronzegießers — die dem Achtundzwanzig-lährigen die ersehnte Vereinigung mit der Frau ermöglichen sollten, die er in vieleninner Werke verherrlicht hat — schuf er neben einer großen Anzahl von Statuettenlnmor und Psyche, Stickerin, Junge Frau) das Denkmal für Eugtne Delacroix im ParkLuxembourg und für Alphand, den Direktor der öffentlichen Arbeiten in Paris (amDackel u. a. die lebensgroßen Porträtgestalten Dalous und des Malers Roll), auf derKvenuc du Bois de Boulogne, daS Grabmal Blanquis aus dem Pdre Lachaise, denrunkenen Silen im Luxembourggarten, das Bacchanal (Relief am Brunnen in den PariserWumentreibhäusern), die Büsten Rocheforts und Therriets und das pompöse Bronzedenkmaler Republik auf der Place de la Nation, dessen Einzelgestalten mit verlorener Form (en eirsgegossen sind. Sein gewaltiges Monument für die Arbeiter, eine Säule, an der inWöchn Nischen ebensoviel Arbeiterfiguren Ausstellung finden sollten, ist unvollendet geblieben.Wegen seiner tätigen Anteilnahme an der Kommune flüchtete er nach England, wo er alsL^vfessor der Skulptur durch fünf Jahre im College of Art die heranwachsende Künstler-R'm seinen Ideen nachhaltig befruchtete. — Aus der Menge der lebenden französischen

. "^uauer leuchten vor allem zwei Namen auf, deren Träger durch ihre schöpferische Kraftleun ^"Lstellung menschlichen Empfindens das künstlerische Interesse der Mitwelt auf dasd kmgen: Auguste Rodin, der „Gotiker" — er nannte die Skulptur die Kunst

^Münzen und der Öffnungen — Schüler von Barye und Carrier-Belleuse, ein aus-9 lprocheuer Impressionist, in dessen Werken der Prozeß des Werdens sichtbar bleibt, keinrrtuos der Kontur und des Dekorativen, Wohl aber Meister in der Schilderung des seelischeninr glühenden Leidenschaft. Höchstes Können offenbart er auch in seinen Porträt-Usten (Dalou in der Nationalgalerie in Berlin, I. P. Laurens, Victor Hugo, AntoninL^oust, Henri Rochefort, Puvis de Chavannes). Trotzdem er oft nur das Wesentliche ausld^L Gesteinsmasse hervorlockt, durchglüht seine Gestalten meist eine packende LebensfülleBalzacmonument, die große Tür für das Pantheon, die Höllenpforte, das eherneuns ^ Bürgen von Calais, der Mensch der Urzeit, Johannes der Täufer, Monddie m ^ Danaide, Faun und Nymphe, Verzweiflung, der Kuß, Francesca da Rimini,dill' ""^^churlg des heiligen Antonius, die Statuen von Bastien Lepage in Dam-Geb^cc' Claude Lorrain in Nancy nnd das Victor Hugo-Monument im Pantheon),yaltener, aber ebenfalls von mächtigem Ausdruck und ergreifender Stimmung sind dieAlbert Bartholomes, der als Maler begann und sich erst seit 1887 der SkulpturLaibu' "" seinem Meisterwerke, dem großen Totenmale ^Aux morts", auf dem Pkrehint s' ^ ähnlichen Versuche früherer Zeit an Gedankentiefe und Formenadel weitläßt, arbeitete er zwölf Jahre; außerdem schuf er „das Geheimnis", die ersten^oder „das Nest", die Badende, das Grabmal Meilhacs und Bildnisbüsten. Ein(Best ^r in seinem Schaffen ungleicher Künstler ist Ernest Louis Barrias

de A Abels, der Knabe Mozart die Geige stimmend, Standbild des Keramikers BernardTuU ' ^ Skvres, Denkmal für Victor Hugo in Paris, Schwur des Spartakus, imPaul Aub k ist der Schöpfer der Dantestatue in Paris und vor-wäleedortrütbüsten. Von Friedrich August Bartholdis Hand stammen die Denk-sort Schongauer, für General Rapp und Admiral Ruat, der Löwe von Vel-in me Statue der Freiheit für den New Harter Hafen. Aristide Maillol greift

en Holzstatuetten aus die sanfte Kunst der Pharaonen zurück. Paul Roger-Bloches

Guillaume

1822—1905

Fremietgeb. 1824

Cain

1822-1891Barye1198-1815DalouI8S8—IS0L

Rodi»geb. IS40

Bartholomegeb. 1848

Barrias

1841—1905

Bartholdi1834—ISÜ4

Maillolgeb. 1881