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Vierter Band.
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H 399. Drittes Kapitel: Die Moderne (Literatur Deutschlands, Kunst Europas). F21

Dramen; Vier Landschaften, ox. VII.; 1881—84 Ein Leben, op- X.; 1881—89 Vom Todei.vp. XI.; 1885 Vom Tode II., unvollendet; 1894 Brahms-Phantasie, op. XII.; Radierungenvach Gemälde» Böcklins (Burg am Meer, Toteninsel, Frühlingstag, Flora); Ehrenurkunden:1902 Gedcnkblatt an Felix Königs (Schabkunstblatt); Ex libris. 1884 Menzelfestblatt.Äus Klingers Gemälden (1885 Wandschmuck sür eine Villa in Steglitz; 1877 An der Mauer;1886 die blaue Stunde; 1886—87 Urteil des Paris, in Wien; 1890 Pietä, in Dresden,Sirene, Am Strande, Mädchen in der Campagna; 1891 Kreuzigung; 1897 Christus imDlhmp, in Wien; Bildnisse) spricht neben der Tiefe der Empfindung und Größe der Auf-lassnng zugleich die Lust an schwierigen malerischen Problemen, in deren Bewältigung er mitfranzösischen modernen Koloristen wetteifert. Klingers Skulpturen s. I 898. Als Maler,Radierer und Stecher, namentlich meisterhaft im Bildnis (Gustav Freytag, Berlin, Nat'onal-Talerie), tut sich Karl Stauffer-Bern hervor (28 Radierungen, darunter die Bildnisse von"'Halm, Menzel, G. Frehtag und K. F. Meyer). Der Bildhauer Ernst Moritz Geyger radiert»Darwinistische Disputation" (Zeichnungen im Dresdner Kupferstichkabinett). Otto Grein erfuhrt die Lithographie zu ungeahnter Höhe; seine köstlichen Steinzeichnungen (Urteil desParis, Herkules am Scheidewege, Bacchanals, Hexenkünste, Kreuzigung, an Klinger, Schieß-mplom; Bildnisse) wirken wie Radierungen. Von seinen Gemälden sind sein Odhsseus und dieSirenen (1898—1903, in Leipzig) und die „Modellszene" die bedeutendsten. Sascha SchneiderE ber Schöpfer von Zyklen monumentaler Wandgemälde (Triumph des Kreuzes, in der Kirche zuVölln bei Meißen, im Gutenbergsaal des Buchgewerbemuseums in Leipzig), allegorischer Dar-1 ellungen (Ölgemälde: Ungleiche Waffen, Um die Wahrheit, Zum Kampf, Hohes Sinnen)und gedankentiefer Kartonzeichnungcn (Gefühl der Abhängigkeit, Judas). Die Radierungen und^lenizxichnungtm von Käthe Kollwitz, geb. Schmidt (Bauernkrieg, Zug der Aufständischen,(Uevolte, die Weber, die Zertretenen, Tanz um die Guillotine) schildern, frei von Sentimentalität,us Ringen und Leiden verdüsterter Seelen. Marianne Müller, Malerin und Litho-llruphili, steht unter Herterichs und Greiners Einfluß (Bildnisse; landschaftliche undarchitektonische Ansichten, die Marienbnrg; ihre besten Blätter befinden sich im Dresdner'nupserstichkabinett). Bernhard Mannfeld radiert Architekturen und Städtebilder.

Der Darmstädter Ludwig v. Hofmann ist der Maler arkadischer Lebenslust; seineFreude an schwirrendem, magischem Farbenglanz, der aus seinen Phantasie- und empfindungs-Bildern und Zeichnungen leuchtet, hat er wohl mit aus dein Süden heimgebrachtr^MlIiig, Versuchung, Frühlingssturm, das verlorene Paradies, Frauen am Meer, Idyll,hliugserwachen, Reiter, Frauen am Wasser, Hirten, An die Freude, Blumenpflückendedie Küste, Notturno, Blütcnphantasie, Tal des Schreckens, Paradies, die ^Duelle,^Landschaften, Porto d' Anzio, Improvisationen). Der Schweizer Eugen Bracht,cyuler Schirmers und Gudes, wendet sich von der modern-heroischen Landschaft (HannibalsL P?' Gestade der Vergessenheit) der Schilderung der Natur in Motiven aus der Lüneburgeran/ ^'.^on Rügen und aus Palästina (Abenddämmerung am Toten Meer, Berlin, National-Nact/^ Sein Schüler Ludwig Dettmann, anfangs Illustrator und Aquarellist, ziehtach und nach die Landschaft, das Genre, die Historien- und die Jdeenmalerei in seiner«ch: Fischerhochzeit, Heilige Nacht, die Arbeit, der verlorene Sohn, das Volkslied;""aAmülde im Rathaus zu Altona. Louis Corinth, der unter Löfftz in München undik/ ^?^auguerean in Paris arbeitete, ist ausgesprochener Naturalist in Form und Farbe, was9 N aber nicht hindert, auch religiöse Stoffe mit packender Wucht zu schildern (Kreuzigung,kratt/^' Selbstbildnis mit Skelett, Lebensalter). Joseph Sattler geht in seinen. '"Een Holzschnitten auf Dürersche Vorbilder zurück (Die Quelle, Bauernkrieg, Toten-P "Wiedertäufer, Meine Harmonie, Rheinische Städtekultur, Ex libris, Illustrationen).....^anz Stuck, einst Schüler Lindenschmits, jetzt Führer der Sezession, legt seineund m^"^^en in den Fliegenden Blättern, in den „Allegorien und Emblemen", in Titelndie ""^netten nieder; sein erstes größeres Gemälde, der Wächter des Paradieses, brachte,"fte Sezessionsausstellung 1889. Ihm folgten weitere phantastische Werke, LandÖd'n" Kentauren und Faunen, Allegorien und biblische Darstellungen: Luziser,Gus, die Sünde, das böse Gewissen, Versuchung, Mörder und Furien, der Krieg,di^^Wung, Medusa, Mariens Trauer an der Leiche Christi, das verlorene Paradies,Bn der junge Bacchus, Danzarina, die Sphinx, Spielende Faune, der Tanz,

k Nixenraub, die Sinnlichkeit, Carmen; Bildnisse: Prinzregent Luitpold,

liebt Selbstbildnis, Saharet. Albert v. Keller, Schüler Lenbachs und Rambergs,

ein R bas Visionäre (Hexenschlaf, Auferstehung, Auferweckung von Jairis Töchterlein,

ö « -Diner) und leistet Hervorragendes (in Bildnissen schöner Frauen (Frauiiudt Hugo v. Hab er mann, Schüler Pilotys, anfangs dem Genre (Ein Sorgen-

zugewandt, schildert fast ausschließlich das Weib der Decadence, aber in origineller

Stauffsr-

Bern

1857—1891Geygergeb. 1881Greinsrgeb. IMS

S. Schneidergeb. 1870

K. Kollwitzgeb. 1867

M. Müller1864-1S04

Mannssldgeb. 1848L. v. Hof-manngeb. 1861

Brachtgeb. 184ll

Dettmanngeb. 1865

Lorinthgeb. 1858

Sattlergeb. 1867

Stuckgeb. 1868

A. v. Kellergeb. 1845

v. Kaber-manngeb. 184g