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Drittes Buch: Römische Geschichte.
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italien gelebt hatte, noch einmal als Augustus aufgetreten, entzweite sichaber mit seinem Sohne Maxentius, eilte nach Gallien zu Constantin, derdamals in Arelate residierte, und suchte, auf ihn gestützt, sich wieder desThrones zu bemächtigen. Constantin, der Maximians Tochter Fausta ge-heiratet hatte, wollte ihn anerkennen unter der Bedingung, daß er selbst,Maxentius, Galerius und Maximinus Daja unter dem alten Maximianselbständig regieren sollten. Galerius wollte dies nicht dulden, allein seinFeldzug nach Italien mißlang, und er mußte froh sein, daß er den Truppendes Maxentius entkam und Constantin ihn nicht angriff. Den Severushatte Maxentius inzwischen im Gefängnis erdrosseln lassen. Unter VorsitzÄnuntum^s alten Diokletian wurde nun zu Carnuntum ein Fürstenkongreß ge-M halten, der von neuem die Regierungsgewalten verteilen sollte. Maximiansollte abdanken, Galerius und Licinius sollten Angusti, Maximin und Con-stantin Cäsares bleiben, Maxentius beseitigt werden. Indes nahmen auchMaximin und Constantin den Augustustitel an und Maximianwollte nicht abdanken; er ging nach Gallien und vergalt die Gastfreund-schaft Constantins damit, daß er die gallischen Truppen arglistig zumsw Abfall zu bewegen suchte. Nun schonte ihn Constantin nicht weiter, ließihn durch seine Soldaten in Massilia festnehmen und zwang ihn zumSelbstmord. Bald darauf starb auch Galerius (5. Mai 311), und nunübernahm Licinius die Balkanhalbinsel, Maximinus Asten.
M8"s?"bÄ Constantin hatte bisher vorwiegend in Gallien regiert, die Germanen-^ angriffe mit Glück abgewehrt und die erste steinerne Rheinbrücke in Kölnerbaut. Jetzt beschloß er, weiter zu greifen. Er besiegte nach einem Feldzugdurch Oberitalien (nach der Legende unter der Kreuzessahne Labarum)28. Oktober den grausamen Maxentius „am roten Stein" unweit der MilvischenBrücke (Ponte Molle) und bemächtigte sich, als der Gegner nach tapferemKampfe mit einem großen Teil seines Heeres in den Fluten des Tiberden Tod gefunden hatte, seines Reiches und der Hauptstadt. Der Con-stantinsbogen erhält die Erinnerungen an den Sieg aufrecht. Darauf ver-einigte sich Constantin mit Licinius, feierte mit ihm in Mailand ein groß-^ Edu't^ artiges Verbrüderungsfest, gab ihm seine Schwester Constantia zur Frauund erließ das berühmte Duldungsedikt für die Christen (II, H 6).Fortan beherrschte Constantinus den Westen, während sein Schwager8is Licinius über den grausamen Maximinus Lei Tzirallum, nördlich vonHerakleia (Perinthos) an der Heerstraße nach Thrakien, einen glänzendenSieg erfocht und von nun an als gebietender Herr in Nikomedien resi-dierend, den Orient verwaltete.
uA'Nnus Jedoch waren die beiden Herrscher zu eifersüchtig auseinander, alsdaß lange zwischen ihnen Eintracht hätte bestehen können. Liciniusstiftete den eigenen Schwager des Constantin, Bassianus, zu einerEmpörung an, die dem Constantin den Thron kosten sollte. Als diesersi4 die Umtriebe erfuhr, ließ er Bassianus sofort töten und begann gegenLicinius den Krieg. Es gelang ihm, den Licinius in der Nähe von Ci-balis in Unterpannonien und später bei Adrianopel so zu schlagen,daß ihm dieser den Frieden anbot und sich von nun an mit einemViertel des Gesamtreiches begnügte, während Constantin drei Viertel erhielt.Zehn Jahre haben beide nun nebeneinander regiert, bis Licinius eineChristenverfolgung begann und von den über die Donau kommenden Gotenhart bedrängt ward. Die Hilfe Constantins faßte er als Eingriff in seine
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