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Dritter Band.
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458
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458 Drittes Buch: Ende der spanisch-katholischen Vorherrschaft (1618—1660). H 263.

Friedrich-Museum, Louvre), Landschaft mit dem Karren 1637 (Eremitage), Rückkehr von derArbeit 1637 (Pal. Pitti), Stillebeu „Philopoemen" 1617 (Louvre). Für die VerbreitungGemälde sorgten die Kupferstecher Pieter Soutman (Stigmatisation des h. Franz,L. Vorster- Susauna, Sturz der Verdammten, Raub der Proferpina, Christus am Kreuz, die Jagden,man d. ». im ganzen 15 Blätter), Lucas Vorsterman d. ä. „il inio intnßtintore", wie ihn RubensP nannte (Kreuzabnahme), Paul du Pont (Pontus), durch sein vorzügliches Helldunkel

isos-i6W berühmt (Susanna, Geißelung, Bildnisse), der Maler und Radierer Theodor van TuldenL. va« Tul- (Triumphbögen für den Empfang Erzherzogs Ferdinand) und der deutsche Holzschneider1SM-1S76 Christoph Jegher (Susanna, Krönung der Maria, trunkener Silen, der Liebesgarten,C. Jegher Ruhe auf der Flucht und andere Blätter, zu denen Rubens meist selbst die Zeichnungisso-iWL unmittelbar auf dem Holzstock ausführte).

Neben Rubens ist Anthoon van Dyck der bedeutendste vlämische Maler; 1609 bisA vanBalen"'" 1617 war er in der Lehre von Rubens einstigem Mitschüler Hendrik van Balen d. ä.

d, ». (Hochzeitsfest des Bacchus und der Ariadne, das des Peleus und der Thetis in Dresden),15?L—MS2 1618 Freimeister der Gilde, ward dann Schüler und Gehilfe von Rubens, studierte 1622 bis1627 in Italien (Genua), und ward 1632 von Karl I. nach London berufen. Er behandeltähnliche Stoffe wie Rubens, aber lebensprühende Dramatik liegt ihm fern; ihm eignet nurstilles Pathos und zarte Lyrik, weshalb er sich niehr zu religiösen Darstellungen, wenigerzu mythologischen hingezogen fühlt. Seine eigentliche Domäne ist das Bildnis (über 250),in dem er vornehme Auffassung und eminente Beobachtungsgabe bekundet. Werke: Dornen-krönung (Prado, Berlin), Ausgießung des h. Geistes, die beiden Johannes (in Berlin), dasNachtstück der Gefangennahme Christi (Prado), der h. Martin (in der Kirche von Saventhemin Brabant), Jupiter und Antiope (München), Satyrstücke (Dresden, München), Rinaldound Armida im Zaubergarten (Louvre), Bildnisse in Genua (Marchese Brignole-Sale zuPferd, im Palazzo Rosso), in Turin (Neiterbildnis des Prinzen Thomas von Savohen),in Florenz (Kardinal Bentivoglio im Palazzo Pitti); nach seinem Aufenthalte in Italien: Ruheauf der Flucht, sogenannter Bürgermeister und Bürgermeisterin von Antwerpen, Madonnabei Baronin Diert in Antwerpen, in der Eremitage, in Wien (Hofmufeum), im Louvre,Kreuzesausrichtung mit starker Anlehnung an Rubens (Hauptkirche in Courtray), Kreuzigung(in Mecheln, Dendermonde, Michaeliskirche in Genf), Crucifixus in München, Wien, Ant-werpen, Beweinung Christi (München, Berlin, Antwerpen), Verzückung des h. Augustin(Augustiuuskirche in Antwerpen), das Wunder deS h. Antouius vom Esel, der vor derHostie niederkuiet (Lilie), das Martyrium des h. Sebastian (München), h. Familie (München),mit dem Engeltanz („la vieres aux psrärix", Eremitage), Simson und Delila (Wien,Hofmuseum), Herzog von Pfalz-Neuburg, Herzog von Croh und Gemahlin, Schlachten-maler P. Snayers (München), Reiterbildnis des Generals Moncada (Louvre), Syndikus vonMeerstraten, der Maler Frans Snhders und Frau (Kassel), Familie Karls I. und Reiter-bild des Königs, Beatrix von Cusance (Windsor), Karl I. auf der Jagd (Louvre), Karl I-und Königin Henriette (Dresden), die Kinder Karls I. (Dresden, Turin), Prinz Carignan(Berlin), Maria Luisa de Tassis, Maler Jasper de Craher (Wien, Liechtensteingalerie),Familienbild des Herzogs von Nassau (Panshanger), Carl of Pembroke (Wilton House),Mary Ruthveu, die Gattin des Meisters (München), Selbstbildnisse in München, im Louvre,Prado, in den Uffizien, in London (mit der Sonnenblume, Gotha, Herzogl. Mus.); Radie-rungen (24 Blätter). „Van Dyks Ikonographie" ist eine Sammlung von ihm grau in graugemalter Bildnisse berühmter Männer.

Unter den übrigen Rubens-Schülern kommen noch zur Geltung Theodor vanDi-r-nb-ck Tulden (s. o.), Abraham van Diepenbeck (Flucht der Cloelia, Louvre und Berlin),I5W-I87S Cornelis Schut (Beweinung Christi, Jakobskirche in Antwerpen, Hero und Leander inWien, Hofmuseum), Erasmus Onellinus d. ä. (Malereien an Triumphbogen, GenesungE Qu°Mnuz^ Rochus in der Jakobskirche in Antwerpen, Königin Saba, in der Liechtensteinschen1667—1678 Galerie). Unter Rubens Mitarbeitern sind zu nennen: Frans Snyders, Schüler PieterF. Snyders Breughels und Hendriks van Balen, Maler von Stilleben, Jagd- und Küchenstücken1S7S-I857 (Dresden, München, 22 Bilder im Prado), sein Nebenbuhler und Schwager Paul de Vos,isg ^-1678 der Bruder des Bildnisinalers Cornelis de Vos (die Hirschjagd, in Brüssel) und JanC. de Vos Wildens (Winterlandfchast mit Jäger in Dresden, Ansicht von Antwerpen im Amster-I58L-1W1 damer Museum); aber auch die übrigen belgischen Maler, die nicht unmittelbar mit Rubens3 -Wttdens in Beziehung traten, konnten sich seinem Einflüsse nicht entziehen. Unter ihnen ragen hervor:I JordaenzJakob Jordaens, der neben religiösen und mythologischen Darstellungen und lebens-isZz-1678 großen Sittenbildern voll derben Humors treffliche Bildnisse malte: Anbetung der Hirten(Antwerpen), Darstellung im Tempel, der verlorene Sohn (Dresden), Jupiter und Amalthea(Louvre), der Satyr Leim Bauer, ländliches Mahl (München, Kassel, Brüssel), Dreikönigs-