Der Mensch.
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7. Atemorgane 1 ). Den Anfangsteil der Atemwerkzeuge bildet dieNase. Die von ihr eingesogene Atemluft durchströmt 2 gro e, im nder Nase gelegene Hohlräume, die Nasenhöhlen, und sre angt udie hinteren Nasenöffnungen, die Choanen 2 ), in die hinterder Mundhöhle liegende Rachenhöhle, von wo aus siein die Luftröhre eintritt. Diese teilt sich in zwei Aste,von denen die Luft den beiden Lungen zugeleitet wird.
Innerhalb dieser großen, hellroten Organe, die in derBrusthöhle gleichsam aufgehängt sind, lösen sich die Ästein immer engere Kanäle auf, deren feinste Enden in je einLungenbläschen münden.
Die Bläschen sind von einem Netze haarfeiner Gefäßeumsponnen, in die fortgesetzt kohlensäurereiches Blut ein-strömt (s. w. u.). Durch die dünnen Wände der Bläschenund Gefäße ist also der Sauerstoff der atmosphärischenLuft in den Bläschen von der Kohlensäure im Blute derHaargefäße getrennt. Dem Gesetz der Osmose 3 ) zufolgemüssen sich beide Luftarten gegenseitig austauschen: derSauerstoff dringt in das Blut ein, während die Kohlen-säure in die Bläschen Übertritt. Dieser Vorgang wird alsAtmung bezeichnet.
Soll der Austausch ungestört vonstatten gehen, dannmuß die Luft in den Lungen fortgesetzt erneuert werden,eine Arbeit, die in erster* Linie vom Zwerchfell ausgeführtwird. Ziehen sich nämlich dessen Muskeln zusammen,dann flacht sich das nach oben (beim Kaninchen nach vorn) gewölbteOrgan ab, so daß die Brusthöhle sich erweitert. Infolgedessen strömtLuft in die Lungen ein, die somit aufgebläht werden. Während daraufdie elastischen Lungenbläschen sich wiederzusammenziehen, strömt die Luft ins Freie.
So folgen Ein- und Ausatmung in regel-mäßigem Wechsel.
Den oberen Teil der Luftröhre bildet derKehlkopf, durch den sich 2 quer gerichteteBänder ausspannen. Werden diese sog. Stimm-bänder durch hinreichend starke, aus derLunge kommende Luftstrome in Schwmgun- Nahrungswege in der Ra-gen versetzt, so entsteht ein Ton. Der Ein- c henhöhle eines Säugetieres (desgang zum Kehlkopf wird bei jedesmaligem Kaninchens).
Schlucken durch einen Deckel verschlossen, so
daß ein Eindringen von Speiseteilchen verhindert wird. Dies ist um sowichtiger, als sich in der Rachenhöhle Luft- und Nahrungsweg kreuzen.
8. Blutgefäßsystem, a) Betrachten wir ein wenig Blut des Menschen(oder eines Wirbeltieres) unter dem Mikroskope, so erkennen wir, .a es
1) örganon , Werkzeug. 2) choäne, Trichter. 2) 8. Scheuet], Lehrbuch der Botanik
Kehlkopf(K)und Luft-röhre (L) desMenschen.
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