Band 
I. Teil.
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Mittelalter.

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und heftiger Wind, und der schlüpfrig gewordene Boden sowie dieWurzeln und die umgestürzten Baumstämme gestatteten nur unsichereTritte. In dieser Not fielen die Feinde aus den dichten Wäldern überdie Römer her. Der Wege besser kundig, umzingelten sie die Römervon allen Seiten und beschossen sie mit ihren Pfeilen und Speerenanfangs aus der Feme, dann aber, als die Römer sich nicht zur Wehrsetzten, rückten sie ihnen dichter auf den Leib. Die Körner, deren Zugvielfach durch Wagen und durch Unbewaffnete unterbrochen war,konnten sich nicht leicht auf einem Punkte sammeln und litten daher,den Angreifenden selbst an Zahl nicht gewachsen, großen Verlust, ohneden Feinden etwas anhaben zu können.

Als sie einen tauglichen Platz fanden, soweit dies in dem Wald-gebirge möglich war, schlugen sie ein Lager auf, verbrannten die Mehr-zahl ihrer Wagen und anderes, was sie entbehren konnten, oder ließenes zurück und zogen dann am anderen Tage in besserer Ordnung weiter.Sie waren zwar so glücklich, bis zu einem lichteren Orte vorzudringen,doch geschah auch das nicht ohne Verluste. Als sie von da aufbrachen,gerieten sie wieder in dichte Waldungen. Sie wehrten sich zwar gegendie Andringenden, gerieten aber auch dadurch in nicht geringe Not.Denn wenn sie an engeren Stellen sich zusammentaten, um in ge-schlossenen Gliedem, Reiterei und Fußvolk, gegen den Feind vorzu-rücken, wurden sie daran durch ihre eigene Menge sowie durch dieBäume gehindert.

Es war der dritte Tag, daß sie so daherzogen; heftige Regengüsseund ein furchtbarer Sturm überfielen sie, so daß sie weder weiter zuziehen noch sichern Fuß zu fassen vermochten. Ja sie konnten sogar nichteinmal von ihren Waffen Gebrauch machen, denn Pfeile, Wurfspießeund Schilde waren durchnäßt und nicht gut zu gebrauchen. Ihre Feinde,die meist leicht bewaffnet waren und deshalb angreifen oder sich zurück-ziehen konnten, wie sie wollten, hatten von solchen Unfällen wenigerzu leiden. Überdies waren sie auch an Zahl den Römem weit überlegen,denn auch die früher Bedenklichen hatten sich, wenn auch nur, um Beutezu machen, jetzt eingesunken. Sie umringten die schwächerer! Römer,die schon in den vorangegangenen Kämpfen viele Leute verloren hatten,um so leichter und machten sie nieder, so daß Vams und die angesehen-sten Führer, aus Furcht, gefangen zu werden oder durch die Handihrer verhaßten Feinde zu sterben — denn verwundet waren sie schon—, den Entschluß faßten, sich in ihre eigenen Schwerter zu stürzen.Sobald dies bekannt wurde, setzte sich keiner, wenn er auch noch Kräftehatte, weiter zur Wehr. Die einen ahmten dem Beispiel ihrer Führernach, die andern warfen die Waffen weg und ließen sich ohne Gegen-wehr niedermachen. An Flucht war, wenn man auch wollte, nicht zudenken. Alle wären umgekommen oder in Gefangenschaft geraten,wenn nicht die Feinde nach Beute zu begierig gewesen wären. So