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Die Zeit des Absolutismus.
die Krieges- und Domäuenkammer gehen, der Nachmittag aber sollvor ihn sein zu reiten und zu fahren, zu dem Ende Seine Majestät ihmPferde und Wagen schicken werden. Der von Wolden soll ihm auch zu-weilen des Nachmittags ein xlaisir machen, auf dem Wasser zu fahren,Enten zu schießen, und solche Lust machen, die xeimittisrst ist. Es sollaber jederzeit, wo der Kronprinz hingehet, reitet oder fährt, einer vonSie drei*) bei ihm sein, daß er niemals allein ist, auch mit niemandemallein sprechet! kann, und derjenige soll sodann davor rsZponsabls sein,daß er bei kein Mädchen oder Fraueusmensche kommt, und soll derselbeauch jederzeit bei ihin schlafen. Der Kronprinz soll mit keinem korre-spondieren als mit des Königs und der Königin Majestäten, an welcheer schreiben kann, ohne daß die Briefe geöffnet werden. Sonst wirddem Kronprinzen pormittieret, alle Mahlzeiten zwei Gäste zu bitten,wen er will, auch alle Wochen zweimal zu Gaste zu gehen. Es muß aberder von Wolden verhüten, daß kein Frauenzimmer mit dabei zugegen ist,sondern lauter Mannspersonen. Französische Bücher, auch deutscheweltliche Bücher und Musik bleibet so scharf verboten, wie jemals gewesen;ingleichen Spielen und Tanzen und soll bei Leib und Leben von alle-dem, so hierin verboten, nichts statuieret werden, und soll der von Woldenden Kronprinz jederzeit auf solide Sachen führen...
20. Der König an den Kronprinzen,
dessen Heirat betreffend.
Potsdam, den 4. Februar 1732.
Mein lieber Sohn Fritz, es freuet mich sehr, daß Ihr keine Arzneimehr brauchet. Ihr müßt Euch noch etliche Tage schonen vor der großenKälte, denn ich und alle Menschen schrecklich von Flüssen incommodieretsind; also nehmt Euch hübsch in acht. Ihr wißt, mein lieber Sohn, daß,wenn meine Kinder gehorsam sind, ich sie sehr lieb habe, so, wie Ihr zuBerlin gewesen, ich Euch alles von Herzen vergeben habe und von derBerliner Zeit, daß ich Euch nicht gesehen, auf nichts gedacht, als aufEuer Wohlsein und Euch zu etablieren, sowohl bei der Armee als auchmit einer ordentlichen Schwiegertochter, und Euch suchen, bei meinemLeben noch zu verheiraten.
Ihr könnt wohl persuadieret sein, daß ich habe die Prinzessinnendes Landes durch andere, soviel als möglich ist, examinieren lassen, wassie für Conduite und Education; da sich denn die Prinzessin, die ältestevon Bevern, gefunden, die da wohl aufgezogen ist, modeste und einge-zogen, so müssen die Frauen sein.
Ihr sollt mir cito Euer Sentiment schreiben. Ich habe das Hausvon Katsch gekauft, das bekommt der Feldmarschall als Gouverneur,
*) v. Wolden und die Kammerjunker v. Natzmer und v. Rohwedel.