Band 
I. Teil.
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Die Zeit des Absolutismus.

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so viele Hunderte, als es Bataillone gewesen waren. Die übrigen warenzerstreut, tot, verwundet oder gefangen.

Ich schloß mich dem dicht unter dem Dorfe stehenden Regimentevon Geist an, auf das eine feindliche, gegenüberliegende Batterie heftigmit Haubitzgranaten feuerte, aber wenig Schaden tat, weil sie zu hochschössen. Jede Abfeuerung aber machte es auf einige Momente so hell,daß man in der dunklen Nacht einander sehen konnte; und so ward ichvon dem Herrn Major Kommandeur von Gelsdorff und einigen refor-mierten Gemeinen erkannt. Diese beklagten mich, und einer sagte:„Hier müssen die Schafe und nicht der Hirte kämpfen!" Jetzt war es demKönige zur Gewißheit geworden, daß der Feind seinen Hauptangriffauf unsern rechten Flügel gerichtet hatte. Der brave Feldmarschallvon Keith kam an das von Geistsche Regiment heran und befahl,dieses sollte unter dem Dorfe auf seinem jetzigen Platze fest stehenbleiben.Darauf wandte er sein Pferd und befahl seinem Adjutanten, er solledas Regiment v. Jtzenplitz rufen. Dieses ganz vortreffliche Regimentkam und ging mutig mit aufgepflanztem Bajonett in das Dorf; ehe esaber den Feind mit dem kleinen Gewehr erreichen konnte, war es durchdie am Eingänge der Dorfgasse aufgepflanzten feindlichen Kanonen inweniger als zehn Minuten niedergestreckt, ehe es zwei Drittel der Dorf-gasse zurückgelegt hatte. Es kam nur ein kleiner Rest dieses Helden-regiments zerstreut wieder zurück und schloß sich an das v. Geistsche Regi-ment an. Der Feind, der dies bemerkte und nun, da es hell gewordenwar, sah, daß er zu hoch geschossen hatte, richtete seine Kanonen kürzer,und nun fielen die Haubitzkugeln gerade wie Hagelsteine und schlugenrottenweise die Soldaten nieder. Ich stand neben dem Herm Hauptmannvon Vittighofen, er und ich redeten den Leuten zu, festzustehen, bis wirabgerufen würden. Ein junger Soldat sagte: „Wir müssen doch alleeinmal sterben und bitten ja täglich im Vaterunser: Dein Wille geschehe!"Kaum hatte er dies gesagt, so sank er, von einer Kugel tödlich getroffen,neben uns nieder.

Um nicht ferner Menschen nutzlos totschießen zu lassen, befahl derKommandeur Herr von Gelsdorff, das Regiment solle einige zwanzigSchritte vorwärtsrücken. Dies geschah, und wir kamen dadurch glücklichaus dem Strich der feindlichen Kanonen, die nun wieder über uns weg-schössen. Währenddessen kam das Regiment Prinz von Preußen unterAnführung seines mutigen und freundlichen Kommandeurs, des HermGrafen v. Lottum, mit starken Schritten anmarschiert, um durch die Dorf-gasse zur Wiedereroberung der Batterie jenseit Hochkirchs zu eilen. Dader Graf von Lottum von meiner Gemeinde war, so redete er mich an.Ich sagte ihm, daß er schwerlich durch die Dorfgasse zur Batterie kommenkönnte, wenn er nicht um das Dorf herumgehen würde. Er antwortete:„Ich habe Ordre, gerade in das Dorf zu gehen; des Herrn Wille geschehe!"Er wandte sich mit einem Gesicht voll Mut, übersah das aufmarschierte