Band 
I. Teil.
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Die Zeit des Absolutismus.

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Die Kaufleute Krüger L Co. inBerlin bitten um Unterstützung zurAnlage einer Arrak- und Rum-fabrik. 1775.

Der Generalchirurg Perrier bit-tet, die obirurgisos pensionnairesunter seine Aufsicht zu stellen. 1777.

Ein Graf bittet um ein Darlehnvon 300000 Talern. 1779.

Zwei Beamtenfrauen bitten denKönig um die Entscheidung, welchevon ihnen den höheren Rang habe.1779.

Ich will's den Teufel thun! Ichwünsche, daß das giftig garstigsZeug gar nicht da Wäre und ge-trunken würde.

ich Will keine Franzosen Mehr;sie seind gar zu liderlich und machenlauter liederliche Sachen.

Das kan nicht Sein ich bin derGroße Mogol nich.

Die größte Närrin geht voran.

49. Der König und die deutsche Literatur.

Friedrich der Große, Os lu, littsrnturs »Usinaiiäv. Berlin 1780.

Werfen wir einen Blick auf unser Vaterland! Ich höre ein Kauder-welsch svrechen, bar aller Anmut, das jeder nach seiner Laune behandelt,ohne auf eine sorgfältige Wahl des Ausdrucks bedacht zu sein; die passen-den und bezeichnendsten Ausdrücke vernachlässigt man und erstickt denSinn in einem Meer von Schwulst. Ich habe mich vergeblich bemüht,einen Homer, Vergil, Anakreon, Horaz, Demosthenes, Cicero, Thucy-dides, Titus Livius zu entdecken. Seien wir aufrichtig und bekennenwir ehrlich, daß unter unserem Himmel bis jetzt die schöne Literaturnoch nicht gediehen ist. Deutschland hat Philosophen gehabt, die denVergleich mit den Alten recht wohl aushalten, ja die sie in mehr als einerBeziehung übertroffen haben; ich werde im folgenden darüber weiternicht sprechen. Was aber die schöne Literatur betrifft, so wollen wir dochunsere Armut eingestehen.

Um sich von dem geringen Geschmack, der auch noch gegenwärtigin Deutschland herrscht, zu überzeugen, brauchen Sie nur in die öffent-lichen Schauspiele zu gehen. Sie werden dort die abscheulichen, inunsere Sprache übersetzten Stücke von Shakespeare aufführen sehenund alle Zuschauer vor Entzücken über diese lächerlichen, den WildenKanadiens angemessenen Possen außer sich finden. Ich nenne sie so,weil sie gegen alle dramatischen Regeln verstoßen. Diese Regeln sindweit entfernt von Willkür; Sie finden sie in der Poetik des Aristoteles,wo die Einheit des Ortes, der Zeit und der Handlung als die alleinigenMittel, eine Tragödie fesselnd zu gestalten, vorgeschrieben sind...Man kann Shakespeare diese wunderlichen Verirrungen verzeihen; denndie Kunst stand damals noch in ihren Anfängen. Aber da sehen Sieferner einen Götz von Berlichingen auf der Bühne erscheinen, dieseabscheuliche Nachahmung der schlechten englischen Stücke, und das

Tchmteder, Quellen zur Geschichte. I. 15