Band 
I. Teil.
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Die Kreuzzüge. Kolonisation.

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Die geistlichen Ritterorden der Johanniter (später Rhodiser,Malteser) und Templer (1312 aufgehoben) werden gegründet.

1147—1148. Zweiter Kreuzzug, unternommen von Ludwig VII.von Frankreich und Konrad III. von Deutschland; ergebnislos.

1189—1192. Dritter Kreuzzug, unternommen von Friedrich I.Barbarossa, Richard Löwenherz von England und Philipp II.Augustus von Frankreich; fast ergebnislos.

1198. Stiftung des Deutschen Ritterordens.

1202—1204. Vierter Kreuzzug, unternommen von französischenRittern. Der Doge von Venedig führt die Kreuzfahrer gegenKonstantinopel. Errichtung des Lateinischen Kaisertums (1204bis 1261). Aufschwung Venedigs.

1228—1229. Fünfter Kreuzzug, unternommen von Friedrich II.,der König von Jerusalem wird.

1248—1254. Sechster Kreuzzug, 1 unternommen von Ludwig IX.

1270. Siebenter Kreuzzug,/von Frankreich; ergebnislos.

1291. Fall von Akkon; Ende der christlichen Herrschaft im Morgen-lande*).

Die Zeit der Kreuzzüge ist auch die Blütezeit des Ritter-tums**) und der Poesie, des Mönchswesens (Kartäuser,Cistercienser, Prämonstratenser; am Anfange des 13. Jahrh,die Bettelorden der Franziskaner oder Minoritenf) und derDominikaner) und der Scholastik (Anselm von Canterbury, Abä-lard; im 13. Jahrh. Albertus Magnus, Thomas von Aquinound Duns Scotus). Die alten Volksrechte und die kaiserlichen„Kapitularien" sind durch neu erwachsene Gewohnheitsrechte ver-drängt worden. Eine private Aufzeichnung solcher Rechte ist derSachsenspiegel des Eike von Repgow (um 1230).

VI. Die Kolonisation -es Ostens.

Die größte Tat des deutschen Volkes im Mittelalter ist dieKolonisation des Ostens. Sie beginnt mit Karl dem Großen,wird fortgesetzt von Heinrich I., Otto I. und Lothar von Sachsen.Unter Friedrich Barbarossa gehen die kolonisatorischen Unternehmungenmehr und mehr in die Hände der Territorialgewalten über.

Heinrich derLöwe erobert Mecklenburg, Pommern, Lübeck;ferner sind tätig die Askanier in Brandenburg, die Wettiner,

*) S. Schmieder, Lektüre: Die Kreuzzügc nach ihren Mißerfolgen und Wir-kungen von Kugler.

**) S. Schmieder, Lektüre: Bom Rittertume von Freytag.

4) l'ratrsg miuoras. Zu den Bettelorden später noch die Augustiner. DieBetteiorden stehen unmittelbar unter der Aufsicht des Papstes, sind die eigentliche„Miliz des Papsttums".