Band 
I. Teil.
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Entstehung der Reformation.

Dante, Wilhelm von Occam (7 um 1347) und Marsiliusvon Padua („Doktor pacis" 1324)*) bestritten wird.

Bonifazius VIII. gerät in Streit mit Philipp IV. von Frank-reich, der ihn gefangen nimmt; der Papst stirbt in Raserei. PapstClemens V., ein Franzose, verlegt seinen Sitz nach Avignon.

1309—1377. Das „babylonische Exil" der Kirche.

1377. Gregor XI. geht wieder nach Rom.

1378. Schisma des Papsttums.

14«S. Konzil zu Pisa; 3 Päpste.

1414—1418. Konzil zu Konstanz. Die Versammlung spricht den Satzaus, daß in Sachen des Glaubens, Schismas und der Reform auchder Papst zu gehorchen habe, das Konzil also über dem Papstestehe. Drei Aufgaben des Konzils: Die eausa. nnlonis, die eausa,Mol und die ennsn rslorinnlionw in enpito ei rnembris.

Die CÄU 8 Ä unioni«: Die drei Päpste werden abgesetzt, einItaliener, Martin V., wird gewählt.

Die ennsn liäei: Huß 1415, Hieronymus 1416 verbrannt.

Die enusa. rekormalionis bezieht sich auf drei Mißstände:auf das unsittliche Treiben der Geistlichen, auf die fortwährendenEingriffe der Kurie in das kirchliche Leben und die Organisationder einzelnen Kirchen und Bistümer und auf die Geldforderungender Kurie unter den Namen Annaten, Palliengelder, Exspectanzen,Ablässe usw. Sie bleibt ungelöst.

1431—1449. Konzil zu Basel; ergebnislos.

1448. Friedrich III. schließt mit dem Papste das Wiener Konkor-dat, das alles beim alten läßt, während sich in Frankreich, Eng-land und Spanien von der Kurie ziemlich unabhängige Landes-kirchen herausbilden.

Die letzten Päpste des 15. Jahrh, versinken immer mehr inSittenlosigkeit und Verweltlichung: Sixtus IV. 1471—1484, Jnno-cenz VIII. 1484—1492, Alexander VI.**) 1492—1503. Höherstehen der kunstsinnige und kriegerische Julius II. 1503—1513 undder hochgebildete Leo X. 1513—1523.

2. Die Borreformatoren.

John Wiclef s-1384, Johann Huß f 1415, JohannWessel aus Groningen -s 1489, Girolamo Savonarola f 1498(verbrannt).

*) Marsilius tritt in dieser Schrift für die Souveränität des Volkes ein undverteidigt die Rechte des von ihm gekrönten Königs gegen das Papsttum.

**) Sein Sohn ist Cesace Borgia, Bruder der Lucrezia, ein rücksichtsloser Gewalt-mensch, in dem der Florentiner Staatssekretär Machiavelli das Ideal eines Fürstensieht („II Principe", d. h. „Der Fürst", eine Art Lehrbuch zur Herstellung un-beschränkter Herrschaft mit allen zweckmäßig erscheinenden Mitteln ohne Rücksichtauf die Sittlichkeit, also Darstellung einer völlig gewissenlosen Staatskunst).