Band 
I. Teil.
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Der Dreißigjährige Krieg.

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wiegend kalvinischen Provinzen. Die südlichen, romanischen Pro-vinzen mit vorwiegend katholischer Bevölkerung, das heutige Bel-gien, hat Alexander von Parma für Spanien wiedergewonnen.

1584. Wilhelm von Oranien von Balthasar Görard ermordet.

1585. Eroberung Antwerpens durch Alexander von Parma.

1588. Vernichtung der Armada.

1609. Zwölfjähriger Waffenstillstand.

1648. Anerkennung der Unabhängigkeit der Niederlande, die sich nunauch vollständig vom Deutschen Reiche lossagen.

Die Niederlande erheben sich für kurze Zeit zur Großmacht,gründen zahlreiche Kolonien (z. B. auch im Kapland). Dem mate-riellen Aufschwung geht eine glänzende Entwicklung der Wissenschaft(Hugo Grotius in Leiden) und Kunst (Franz Hals, Rembrandt)zur Seite. Belgien sinkt wirtschaftlich wie das Mutterland Spanien,nur in der Kunst leistet es Vorzügliches (Peter Paul Rubens,van Dyck).

IV. Der Dreißigjährige Krieg?

Veranlassung: Im Majestätsbrief (1609) hatte RudolfII. denBau protestantischer Kirchen auf königlichen Gütern gestattet. DieProtestanten verstanden, im Gegensatz zu den Katholiken, unter denköniglichen Gütern auch die geistlichen Territorien, da nach hussitischerAuffassung die Geistlichen nur Nutznießer waren. Als nun der Abtvon Braunau die neuerbaute protestantische Kirche in Braunau schließen,der Erzbischof von Prag eine andere in Klostergrab niederreißen läßt,beschweren sich die zu einem Protestantentage in Prag versammeltenprotestantischen Stände Böhmens (meist Edelleute) beim Kaiser Matthias(1612—1619), erhalten aber eine harte Antwort. In der Meinung,daß dies Antwortschreiben von den kaiserlichen Statthaltern für Böhmen(10, davon 7 katholisch) verfaßt sei, reißt Graf Matthias von Thurndie Edelleute zu dem Entschlüsse fort, die verhaßtesten der Statthaltermit Gewalt zu beseitigen. Fenstersturz zu Prag auf dem Hradschin(Slawata, Martinitz und Geheimschreiber Fabricius). RevolutionäreLandesregierung von 30 Direktoren.

1. Bedrängnis der Protestanten. 1618—1629.a) Der böhmisch-pfälzische Krieg.

Matthias stirbt, sein Nachfolger in den Habsburgischen Erb-londen ist Ferdinand. Thurn erscheint vor Wien, wird aber vonBuquoy geschlagen. Die Böhmen erheben den Kurfürsten Fried-rich V. von der Pfalz auf den Thron. Ferdinand wird indessenvon den Kurfürsten einstimmig zum Kaiser gewählt; 1619 bis1637.