4« 8 Beschreibung der Miracklendurch die sonder* wütenden Wasser« Wellen mit solchemGewalt auffgefahren / daß obernemer Fridolin durchHandfassung deß Stocks dem Weydling einen stoß wol«ee geben / daß er sich abwenden solte / ist der gut« Menschmit völligem Leib erbärmlich in den Rhein hinauf ge«schössen! Ach Iamer vnd Elend l In allem Fahl schryh«er. bittllch auff: '«Sarmheryrgste Iungfraw
vnd MutterGotkes imSiem kom mir zu hülff/sonst muß ich stucken vnd ermncken! Da nuner von den wild tobenden Wasser «Wellen hin und hergetrieben wurde/ ist ihme noch sovil Zeit worden (Zweif,ftls frey / durch Leytunz der miltgutigsten Iungfraw)daß ereinsmalS den benamen Stock mit beyden Han«den erreichen vnd rgreiffen kön«; an welchem dann/obwol indessen die starckprauscnde Wasser. Wellen deneingesunckcnen übrigen Leib gröblich erschlugen / vastvngütlich mit ihm hausseren/cr sich der gestalten steijfgemacht/ daß er/ diß allcsvngeacht/vermeinte/auch vcstglaubte/ als wäre er mit einer Kettelt an bedeuten Stockangebunden : Als er nun aller hilfflos alldomn «inegure halbe Stund verfasstet /vnd beynebens ihme dartrutzige Elementimmermehrzusexend/bereilS denlerstenTrunck gewaltthätig anzumubeen begünre /vnd endlichanders nichts als den bitteren Tod vor Augen sahe; Je«doch behielte er immerdar in Gedancken / Hertz vndMund die höchstgebenedeyk« vnd holdseligste Iungfrawim Stein / zu dero er vnauffhörlich seinetiesse Geufftzer stehend schießen vnd ergehen liesse / ne«ben steiff.vorgesetztem Geloben/ so sie ihme ihre hülssrei-che vnd mütterliche Gnaden« Hand in seiner erissrrstenNorht darreichen/ vnd genädlgst hinauß helffen wur«rc/ er ehest ein heilige Klrchfahrt in Ihre hcylwehrte
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