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Sendschreiben eines Helvetiers an seine Mitbürger
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15
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Weil wir nun das, was mit ein wenigVernunft und Nachdenken so leicht einzu-sehen ist, aus Eigennutz, Ehrgeitz und Gei»stes-Trägheit nicht einsahen, so ließ es unsder liebe Gott durch einen etwas stren-gen Präceptor lehren; was haben wirnun ;u thun, wenn wir uns nicht als un-dankbare, verstockte und halsstarrige Kin-der betragen und noch härtere Strafen aufuns laden wollen? Was sonst, als Gott zudanken und die Lektion zu unserm wahrenNutzen anzuwenden, wozu uns auch fol-gende Betrachtungen dienen sollen; welcheich euch wohl zu beherzigen bitte.

Daß im rohesten Zustande jeder Menschganz frey war, das heißt, in seinem Thunund Lassen von andern Menschen sich nichtshabe mästen einreden lassen, begreift jeder

und nur da, wo die Vernunft Abänderunggebeut, wollen wir halsstarrig beym altenbleiben :