Singspiel.
r Arie.
Fernando. Kann es der Gottheit Blick ertragen ,
Wenn Menschen - Mord die Erde schreckt,-Wenn Bruder sich mit Brüdern schlagenUnd Blut die weiten Felder deckt.
O Nein! es ist der Gottheit Wille
Nicht Brudermord. Er, der GefühleDem Menschen gab; ihm der so gutIhm opfert man nicht Menschenblut..
H. Arte.
Jariko. Geht nicht, ich bitte euchAu weit in diesen Gründen.
Dort bey den bohen LindenS ht ihr die Tieger gleich.
Wie leid, o, wär es mir,
Wenn euch ein wildes TbierSollt einen Schaden thun,
Ich könnte nicht mehr ruhn..
Ich will euch vor GefahrenNach Möglichkeit bewahren.
Kommt, folget mir.
m. Arte.
p edrill.
Bey den Wilden, bey den MohrenAus den Inseln, auf dem Meer,
Wie im Land, wo ich gebohrenWird mir stets der Magen leer.
Und so viel ich jetzt bemerke,
Schmeckt das Esten überall.
Es giebt neuen Muth und Stärke,
Auf den Bergen, in dem Thal,
In den Stauden, in den Wäldern,
Auf den Hügeln, auf den Feldern,
Aus den Bergen, in dem ThalSchmeckt das Essen überall.
Blick ich so auf mein GeschickeUnd auf mein Verbängniß hin,
O, so fühl ich, daß das GlückeImmer noch will für mich blühn.
IV. Ar t e.
Iariko, Mir ist so wohl, das Herz das pocht,'
Das Blut, das in den Adern kocht,Entstammt mich Freund, wenn ich dich sehe;LergriÜM, Lust, Zufriedenheit
Denn die Stärke meiner SeeleWar noch niemals auf der SchwelleSondern stets in gutem Stand,Sondern stets in gutem Stand.
Nein , bey meinem guten Magen,
Ewig will ich nicht verzagen,
Sondern immer lustig seyn.
Und stürmt gleich auf meine SeeleErden , Himmel , und die Hölle,Hagelwetter, Finsternisse,
Wind und Sturm, Kanonenschüsse,Staub und Hagel, Wind und Stein, /Immer will ick lustig seyn.
Denn so viel ich jtzt bemerke,.Schmeckt das Essen überall».