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113
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für Frauenzimmer. 113

1699. Heinrich der Achte, König von England ti.seine Familie. Ein historisches Gemälde ausdem ftchszehnten Jahrhundert, v. Voß. 2TH.

i 70 Q, Eduard der Sechste - König von England,und seine Vormünder. Ein historisches Gemäl-de aus dem ftchszehnten Jahrhundert, v. Voß.

1701. Maria, Englands Monarchinn. Ein histo-risches Gemälde aus dem ftchszehnten Jahr-hundert, von Voß.

wie, eint Gelehrte? abscheulich! rufen beydiesem Worte einstimmig Männer und Weiber,so selten sie auch sonst bey den Vorzügen und Fehlernbeyder Geschlechter übereinstimmen.

Eine gelehrte Frau? lieber eine Geizige, lieber eineFrau, die aus dem ganzen Register von den Fehlern derWeiber, die Boileau aufzählt, zusammengesetzt ist. DaSGeschrey über eilte gelehrte Frau ist ganz einstimmig:man kennt nichts läckerlichers, und nichis àbscheulichers,als eine gelehrte Frau. Nur Schade, daß man sichhier sehr oft eine kleine Verwechslung der Begriffe zuSchulden kommen läßt, die man absichtlich nicht bemer-ken will. ,

Boileau, Mokiere und unser Landsmann Rabener,baden die Gelehrte lächerlich gemacht, und freylich einsolches Original, von dem diese Herren die Kopien ge-mahlt haben, muß jedem Manne einen Fieberfrost abja-gen. Eine Frau, wie Molicre'S Philamime, oder Boi-leauS Savante, welche eine arbeitsame Magd aus demDienst« jagt, weil sie statt mir mich sagt, oder die gan-