sondern bringt sie nur erst recht zur Erscheinung.Reiche Falten sollten die Brustpasse schmückenund der Brust die wünschenswerte Fülle geben;ein besonderes Studium sollte Frau Dr. N. aberaus dem Aermel machen, denn hier stehen ihreine Fülle von Motiven zu Gebote, um ihre Er-scheinung zu vervollkommnen und ihr einenpoetischen Reiz zu verleihen. Erst durch solchenachdenkende Arbeit wird sich die Frau mit denweichen Zügen aber dürftigen Formen einenindividuellen Anzug, ihr Eigenkleid, erringen.
Die dünne Frau normaler Grösse kann sich auf-richtig freuen, dass sie, wenn sie sich zum Eigen-kleid entschliesst, nicht mehr in Röcken aus 2 1 /sMeter Stoff doppelter Breite die Mode mitmachenmuss. Denn das Idealgewand, das der reichenFalte, giebt ihr gerade das, was sie zu ihrer Ver-vollkommnung notwendig braucht, die nötigeFülle. Je reicher aber der Faltenwurf angewendetwird, je schöner wird das Kleid. So ist esz. B. möglich, dass eine dünne Frau einen Rockvon sieben vollen Bahnen tragen kann, ohne plump