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Die Frau in der Karikatur / Eduard Fuchs
Entstehung
Seite
397
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Die TuükÜlechtsßkr.

U)an Nil werbas fressenvtf saaffett-Ia ich woltdirmt lang nach lauften.Soll ich vmb sanft lang na hp trabe/Liess dich wol die ZranHoftn haben.Volt wol dahaymen sem belpben/Dnörvvlt dasneen M>m traben.

zSi. Dculsche Karikatur. iS. Jahrdundkrt

wenn...; meine Schönheit soll eine Weide deiner Wünsche sein, wenn . . meineReife soll dir ihre Geheimnisse offenbaren, wenn . . .; ich will dir als Lustobjektdienen, wenn . . du sollst deine Begierden an mir stillen, wenn . . usw.

Gewiß ist die Form des Handels ebensooft verschieden, sie variiert in jedem ein-zelnen Fall. Sie ist in dem einen roh und gemein, im andern geschickt in selbst-täuscherische Phrasen wiedie Klugheit, die Vernunft gebieten es" eingewickelt,im dritten ist sie gar zur Tugend umgebogen. Es sind auch nicht immer aus-gesprochene Worte, in die Angebot und Zusage gekleidet sind: ein stärkerer Hände-druck, ein Blick, ein verständnisvolles Aufhorchen, eine pikante Bewegung kurzalle die früher geschilderten Mittel der Koketterie oder des Flirts, jene tausendDinge, die oft nur ein einziger gewahrt, oder deren Sinn und Bedeutung nur eineinziger begreifen kann, sind Zahlungsverpflichtungen oder auch schon Abschlagszahlungen.Aber im Wesen ist es überall ganz dasselbe, ob auch die Formen tausendfältigsind. Ob die streunende Dirne zynisch und kurzangebunden eine bestimmte Geld-summe nennt, für die sie gewillt ist, die Begleitung eines Mannes anzunehmen, den

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